10 aus 25 Fragen an Mütter: Amelie

Ich sende Müttern, Vätern, Omas, Opas und anderen Kinder-Experten 25 Fragen, von denen sie 10 oder mehr Fragen auswählen, auf die sie antworten möchten.

Heute:
Anhang 1

Amelie lebt mit Mann und drei Kindern (18,14 und 7) in Hamburg. Ihren Gedichtband „Das pralle Leben: Alltagsgedichte“ habe ich neulich hier vorgestellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was hast du gedacht, als du zum ersten Mal dein erstes Kind sahst?
Ich war überwältigt. Und fasziniert davon, dass etwas so Kleines, Schönes und Vollkommenes bis eben gerade tatsächlich in meinem Bauch gewesen war.

Dein Lieblings-Mädchen-Name (nicht verwendet)?
Jette

Was wünschst du dir am meisten für deine Kinder?
Dass jedes auf seine eigene Weise glücklich werden möge.

Was machst du in der Erziehung anders als deine Eltern?
Ich gebe meinen Kindern viel mehr Freiräume und achte darauf, dass sie genug unverplante Zeit haben zum Spielen und Herumträumen. Und ich lasse sie ihre Hobbies selber auswählen.
Was ist deinen Kindern bei dir streng verboten?
Während unserer gemeinsamen Mahlzeiten ist es niemandem erlaubt, sein Handy zu benutzen. Und ich erwarte anständige Tischmanieren, da bin ich relativ streng.
Als du ein Kind warst, hast du dir da gewünscht, Kinder zu haben?
Ja, immer! Ich war eine sehr engagierte Puppenmutter mit vielen heiß geliebten Puppenkindern und habe mir immer vorgestellt, später auch Kinder zu haben.
Und wenn ja: Wie viele?
Ich habe immer von drei Kindern geträumt. Und dieser Traum hat sich dann auch erfüllt.

Hast du dir Klein-Kinder-Sprüche aufgeschrieben?

Ja, ein paar.
Was war das Schönste/Lustigste/Anrührendste, was dein Kind je gesagt hat?
Mit meiner großen Tochter sprach ich einmal über das Thema Liebe, als sie ungefähr sechs Jahre alt war. Und sie wollte wissen, ob man sich selbst auch lieben könnte. Als ich ihr erklärte, dass dies sogar sehr wichtig sei, wurde sie sehr nachdenklich und sagte dann:
„Wenn man sich selbst nicht liebt, dann wird man bestimmt irgendwann ganz wütend, denn: Sich selbst kommt immer mit!“
Als du erfahren hast, dass du das erste Mal schwanger bist, was hast du da gemacht?
Ich habe meinen Mann im Büro angerufen, er ist ganz schnell zu mir nach Hause gekommen und hat mit mir zusammen den Schwangerschaftstest angestaunt.
Was hat dein Kind von dir geerbt?
Alle drei Kinder haben eine Offenheit mitbekommen, die ich auch habe. Und meine Jüngste, Flora, hat meine Affinität zum Schreiben und zu Gedichten geerbt. Sie schreibt schon jetzt ganz wunderbare Texte.

Lieblings-Vorlese-Buch?
Oh, das sind so viele! „Kleiner König Kalle Wirsch“ gehört auf jeden Fall dazu und alle Samsbücher. Am allerschönsten fanden wir alle „Ferien auf Saltkrokan“.
Sind Barbies bei dir erlaubt?
Weil sie mir als kleines Mädchen verboten waren, habe ich sie meinen Mädchen erlaubt. Ich habe ihnen allerdings nur Flohmarktbarbies gekauft und war dann heimlich erleichtert, dass beide Mädchen nie richtig ins Barbiefieber gekommen sind.
Wie stehst du zu Spielzeug-Waffen?
Zum Glück wollte mein Sohn in der Hinsicht nicht besonders schlimme Sachen. Lange Zeit hatte er nichts weiter als Wasserpistolen für die Badewanne. Mit 11 musste es dann unbedingt so eine „Nerf“ sein. Die Anschaffung haben wir ihm erlaubt, und er hat sich dann eine Zeit lang stundenlang mit Freunden im Park getroffen, wo sie so eine Art Räuber und Gendarm gespielt und dabei die Schaumstoffmunition verballert haben. Mit 13 war sein Interesse daran erlahmt.
Möchtest du mit deinem Kind bei Facebook befreundet sein?
Ich habe meiner 18 Jahre alten Tochter vor gut einem Jahr eine Freundschaftsanfrage geschickt. Ihre Antwort steht bis heute aus…
Was bringt dich im Familienleben am meisten auf die Palme?

Dass meine Kinder nie für Ersatz sorgen, wenn sie das Klopapier aufgebraucht haben!
Hilfst du bei Hausaufgaben?
Das mache ich eigentlich kaum. Ich habe aber auch Glück, weil meinen drei Kindern das Lernen leicht fällt. Sie arbeiten alle drei selbständig, ich frage höchstens mal Vokabeln ab oder höre mir ein Referat an und gebe anschließend dazu Manöverkritik. Allerdings sehe ich bei meinem Sohn, dass er mit einem äußerst minimalistischen Ansatz ans Thema Schule rangeht und da teilweise Dinge abgibt, die ich unter aller Kanone finde. Es ärgert mich, dass er so sehr unter seinen Möglichkeiten bleibt und natürlich sage ich ihm das auch, aber ich greife nicht ein.

 

Mit welchem Essen „kriegst“ du deine Kinder?
Mit Apfelpfannekuchen.

Liebe Amelie, vielen Dank, dass du dich mitten im prallen Leben meinem Interview gestellt hast.

Fröhliche Grüße

Uta

PS: Wer Lust hat, meine Fragen zu beantworten und eine Mutter, ein Vater, eine Oma, ein Opa, ein Pate, eine Erzieherin oder ein Lehrer ist, der sende mir bitte eine Mail. Meine Fragen kommen dann postwendend. (Die Fragen für Paten, Erzieherinnen und Lehrer muss ich mir noch ausdenken, aber das geht schnell.)

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