Das bestmögliche Selbst

Wie mir weise Worte helfen, Kurs zu halten.

Unser Haus ist voller Leitsätze. Sätze, die mir eine Ausrichtung geben, Sätze, die mir helfen, mein Leben nicht zu vergeuden.

Es liegen Zettel in meinem Nachttisch, im Badezimmerschrank, in einem Buch im Wohnzimmerregal, in der Küche hinter den Teelichtern und im Arbeitszimmer hängen sie an der Pinnwand. Und so wie andere Leute für eine Reise Pflaster einpacken und Rei in der Tube, stopfe ich noch schnell einen Satz von Nelson Mandela in die Seitentasche oder eine Weisheit des Dalai Lama.

Im Auto habe ich keine Zettel, aber Hörbücher. Der Kronprinz (18) spottete gestern, dass er weniger eine Gefahr für die Mitmenschen darstelle, wenn er auf der Autobahn schnell fahre, als wenn ich  „Die Entdeckung des Selbst“ höre und so selig bin, dass zwar jede Menge Liebe fließt, aber der Verkehr hinter mir ins Stocken gerät.

 

Hier eine Auswahl meiner liebsten Sätze:

 

„…wenn wir unser eigenes Licht erstrahlen lassen, geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun….“

(aus der Antrittsrede von Nelson Mandela 1994) 

Das ist – auf der Basis von Nähe und gegenseitiger Unterstützung – für mich das Einzige, was wir Eltern tun können, damit unsere Kinder selbstbewusst werden.

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„Wer Spaß daran hat, über sich selbst nachzudenken und in Form des ‚bestmöglichen Selbst‘ regelmäßig an seinem Glück zu arbeiten, der hat gute Chancen, dieses Glück auch erreichen und erhalten zu können.“

(aus einer alten Psychologie Heute, 9/2006, zitiert wird eine Untersuchung von Sheldon und Lyubomirsky, wonach eine Gruppe, die regelmäßig ihr ‚bestmögliches Selbst‘ formulierte, höhere Glückswerte hatte als andere Gruppen, die entweder aufschrieben, wofür sie dankbar waren oder schlicht, was sie den Tag über gemacht hatten.) 

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„Meine Rettung war die Erkenntnis, dass die Heilung in meinen eigenen Händen liegt und dass ich ganz viel selbst mit meinem Körper regeln kann. Wenn es mir nicht gut geht, muss ich mich bewegen und genug schlafen, das ist meine Therapie. Ich unternehme Dinge, die mich nähren, die mich aufbauen, die mir einfach Freude bereiten.“

(Die Malerin Rosa Loy zu der Frage, wie sie nach ihrer Brustkrebsoperation die Situation gemeistert habe. ZEIT-Magazin, 10.4.2014, Seite 62)

„Ich unternehme Dinge, die mich nähren …“ wie schön!

 

Meine Zettel-Sammlung ist wenig fotogen, deshalb seht ihr hier ein Bild meiner Pflanzaktion gestern - auch eine Quelle das Glücks.

Meine Zettel-Sammlung ist wenig fotogen, deshalb seht ihr hier ein Bild meiner Pflanzaktion gestern – auch eine Quelle das Glücks.

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„Kinder werden als Riesen geboren,

doch mit jedem Tag, der dann erwacht,

geht ein Stück von ihrer Kraft verloren,

tun wir etwas, was sie kleiner macht.

Kinder versetzen so lange Berge, bis der Teufelskreis beginnt,

bis sie wie wir erwachs’ne Zwerge,

endlich so klein wie wir Großen sind!“ 

(Reinhard Mey, erste Strophe aus dem Lied „Du bist ein Riese, Max!“)

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„Der typische menschliche Verstand funktioniert ungefähr wie ein Supercomputer, der von der Seele eines verrückten Eichhörnchens besessen ist“,

schreibt die US-amerikanische Lebensberaterin Martha Beck. Gegen diese Bessenheit von Sorgen und Ängsten und all den Gedanken, was wir als nächstes tun müssen, empfiehlt sie, jeden Tag 15 Minuten lang nichts zu tun, am besten zu meditieren.

„…in jeder weit zurück reichenden Überlieferung wird daran festgehalten, dass von diesem Kern des Ichs, dieser unendlichen furchtbaren Leere, alles entspringt, was Ihre Authentizität ausmacht: Ihre Persönlichkeit, Ihre Fähigkeit, die Wahrheit zu erkennen, die tatsächlichen Handlungsanleitungen für Ihr Leben.“

„Es (die Zeit des Nichts) wird Ihnen … bewusst machen, dass Ihr Leben gesegnet sein kann von einer ständigen Grundströmung der Liebe, sogar inmitten des Leidens.“

(aus: Martha Beck: Enjoy your life. 10 kleine Schritte zum Glück. Frankfurt am Main, 2004)

 

War das jetzt sehr durcheinander? Aber so sind meine Zettel eben auch.

Euch ein fröhliches Wochenende!

Eure Uta

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