Hausarbeit

„Kleine ICH-Zeiten zelebrieren“

Manchmal bekomme ich Rückmeldungen von Leserinnen und Mamas, die ich gecoacht habe, die mich selbst wieder wachrütteln und auf meinen Weg zurückführen. So ging es mir mit dieser Mail aus Bayern. Hier ein Ausschnitt: „Ich habe nun den ganzen Dezember über sehr, sehr wenig gearbeitet, habe mir wirklich Auszeiten genommen, wir haben uns Weihnachten keinen Stress gemacht, sondern uns bei unseren Eltern und Heiligabend bei meiner Schwester einquartiert. Ich habe…

weiter...

Luther und ich

Von Botschaften an Zimmertüren und warum Teenager auch Bereiche brauchen, in denen sie nicht die Bedingungen der Erwachsenen erfüllen. Wie ihr wisst, arbeite ich gerne mit Schildern, damit ich im Familienleben nicht so viel herummeckern muss. Außerdem macht es mir Freude, Schriften und kleine Rahmen auszuprobieren. Hier seht ihr das Schild, das aktuell in der Küche an unserer Spüle steht. Ihr seht auch, dass es nicht so wahnsinnig wirksam ist,…

weiter...

Die süße Zeit der Pflichtfreiheit

Wie man es langfristig schafft, dass Kinder gerne helfen. Für meine Kurz-Rezensionen auf meiner Bücherliste habe ich nach längerer Zeit wieder Jesper Juuls „Die kompetente Familie“  gelesen. Und mir wurde schmerzlich bewusst, dass ich eine Sache damals überlesen haben musste. „Erlegen Sie Ihren Kindern bis zum Alter von etwa 14 Jahren niemals Pflichten auf.“ Niemals Pflichten? Da rackert sich unsereiner ab, um die Thronfolger zu wertvollen Elementen dieser Gesellschaft zu formen, und dann kommt…

weiter...

Glückliche Familie Nr. 238: Unechte Fragen

Am Sonntag nach dem Essen fragte ich den Kronprinzen (16), ob er mir beim Abwasch helfen würde. Er sagte: „Nein.“ Ich sagte: „Okay.“ Während ich die Arbeit allein machte, war ich ganz im Reinen mit uns beiden. Denn mir fiel ein, dass ich Kronprinz am Vortag gefragt hatte, ob er die Spülmaschine ausräumen könnte. Und er hat es gemacht. „Wer eine Frage stellt, muss auch mit einem ’nein‘ leben können.“…

weiter...

Glückliche Familie Nr. 206: Wäsche-Biathlon und Verlosung

Gestern Abend haben wir Socken-Memory gespielt. Für mich das Spiel des Jahres 2014.Gleich nach dem Abendessen, bevor wieder alle in ihre Zimmer fliehen konnten und für Mutter schwer greifbar sind, habe ich die ganze Wanne mit gewaschenen Socken auf den großen Esszimmer-Tisch gekippt. „Auf die Plätze fertig los.“ Jeder musste aus dem großen blau-grau-schwarzen Berg seine Strümpfe finden, zusammenrollen und in den Korb mit Fertig-Wäsche pfeffern. Keine zehn Minuten haben…

weiter...

Glückliche Familie Nr. 191: Vom Chillen ausruhen

Wenn Teenager freie Tage haben, dann chillen sie. Oder sie müssen sich ausruhen vom Chillen. Oder sie müssen sich ausruhen vom Ausruhen. Ferien sind auf jeden Fall eine anstrengende Angelegenheit. Wenn ich sie frage, ob sie mal den Müll rausbringen könnten, sagen sie gerne: „Später, jetzt muss ich mich erst ausruhen?“ Ausruhen, wovon noch mal? Gab es heimlich im Zimmer eine Schwerstarbeit? Wenn das länger geht, kann die Stimmung richtig…

weiter...

Glückliche Familie Nr. 153: Der weise Buchsbaum

Meine Schwester Nummer Zwei hat jetzt ihre Kinder groß. Das Jüngste von Dreien hat gerade Abitur gemacht. Herzlichen Glückwunsch Max! Meine Schwester meinte so im Rückblick, dass man Kinder nicht zu sehr umsorgen dürfe. Egal, wie viel Schulaufgaben sie hätten, sie müssten lernen, ihren Beitrag im Haushalt zu leisten, müssten wissen, wie man aufräumt, die Waschmaschine bedient … Und sie erzählte von einem Mädchen, das mit Bravour die Schule gemeistert…

weiter...

Glückliche Familie Nr. 132: Das Kind anerkennen, Folge 3

Heute geht es darum anzuerkennen, wenn Kinder im Haushalt mit anpacken. Hier das Beispiel: Die neunjährige Bea hilft, den Großeinkauf aus dem Auto ins Haus zu tragen. Mutter reagiert so: a) Ich sage gar nichts. Das ist doch selbstverständlich. Ich musste früher zu Hause ganz anders mit zulangen. b) „Danke, ich bin froh, dass du mir hilfst. Nach der Grippe bin ich noch ganz wackelig auf den Beinen. Ich hätte…

weiter...

Glückliche Familie Nr. 97: Altruismus in Netzstrumpfhosen

Die Grünen in Hamburg fordern, den künftigen Rechtsanspruch für Einjährige auf einen Kita-Platz (gilt von August 2013 an) von fünf auf acht Stunden auszuweiten. (Hamburger Abendblatt vom 5.11.2012) * Beim Spazierengehen am Wochenende trafen mein Mann und ich Freunde mit ihrer eineinhalbjährigen Tochter. „Ich bin ja weiterhin zu Hause“, raunte Carolin mir zu, „aber damit bin ich in meinen Mütterkreisen so ziemlich die einzige.“ – „Wenn es schön ist für…

weiter...

Glückliche Familie Nr. 83: Viehtrieb und Familienessen

Wenn ihr die Nase davon voll habt, jeden Tag neues Essen heran zu schleppen, solltet ihr euch diesen Satz an den Kühlschrank hängen: Kinder und Jugendliche, die mindestens 7x in der Woche mit der Familie zusammen essen, haben auffallend bessere Schulnoten als die, die das nur 2x oder seltener tun. Außerdem weisen sie ein niedrigeres Drogenrisiko auf, leiden weniger an Essstörungen und besitzen eine deutlich bessere Allgemeinverfassung. (Untersuchung der Kinderärztin Maria Eisenberg…

weiter...