Bei der Freiwilligen Selbstkontrolle (FSK) der Filmwirtschaft arbeiten 190 Menschen aus verschiedenen Bereichen der Gesellschaft. Es sind Ehrenamtliche, berufen für drei Jahre. Auch wenn ich verdienstvoll finde, was sie tun, bin ich häufig anderer Meinung als diese 190 Menschen. Es war an einem Abend vor einigen Jahren. Mein Mann und ich wollten ausgehen. Und die

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Die Waschmaschine erbricht immer neue Wäsche*. In der Kiste mit den Sachen, die zu flicken sind, hat eine Hose Junge geworfen. Die Pfandgläser im Haushaltsschrank wollen die höchste Pfandgläserpyramide der Welt werden. Unsere Schuhe sind alle bei Facebook. Dort laden sie andere Schuhe ein zur Steh-Party in unserem Flur. Die wilden Brombeertriebe in unserer Einfahrt

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Oft sitzt mir die Angst im Nacken, dass ich meine Kinder zu sehr behüte. Verwöhne ich die beiden? Nehme ich ihnen zu viel ab? Verhindere ich damit, dass sie selbständig werden? Einige Freundinnen würden jetzt sagen, dass sie diese Fragen nicht treffender für mich hätten formulieren können. Als Prinzessin im Kindergarten war, brachte ich sie bis vor

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Prinzessin (11) ist ein sehr unerschrockenes Mädchen. Die steilste Achterbahn auf dem Jahrmarkt, Fünf-Meter-Brett im Schwimmbad, höchstes Level im Hochseilgarten – das ist für sie „baby-eier-leicht“. Auch in anderen Familien zu übernachten oder auf Klassenreise zu fahren, war für sie nie ein Problem. Heimweh? Das kannte sie nur von anderen Kindern. Aber als wir in

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Neulich bei der Augenärztin machte ich an einem Gerät einen Sehtest. Mein Kinn lag auf einer Halterung, und während ich in den Kasten guckte, nahm die Sprechstundenhilfe Messungen vor und beschoss mich mit Fragen. „Schon einmal eine Brille getragen?“ – „Kontaktlinsen?“ – „Grüner Star in der Familie?“ – „Chronische Krankheiten?“- „Beruf?“ Beruf? So eine große

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Gestern las ich in der Zeitung einen Artikel über eine Frau, die zusammen mit ihrem Mann eine Immobilienfirma besitzt. Beide sind voll berufstätig. Er kümmert sich um „Strategie und Marketing“, sie um das „operative Geschäft“. Das Paar lebt mit seinen drei Söhnen vor den Toren Hamburgs. Die beiden Jüngsten, Zwillinge, reiten gerne und tun dies

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Ich weiß, wie pädagogisch wertvoll Ausflüge sind. Aber die „glückliche Familie“ ist eine Familie von Ausflugsmuffeln. Ich habe einen Ordner voller Ausschnitte mit Ausflugstipps: Fahrt mit dem Dampf-Eisbrecher, Ozeanum in Stralsund, Sonnenuntergang auf Neuwerk, Speicherstadtmuseum in Hamburg, Barfußpark in Egestorf , Nachtwächterführung, Impressionistenausstellung, Minigolf im Dunkeln, Minigolf im Hellen… Tolle Sachen! Unser Ausflugs-Ordner ist der

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Als Kronprinz drei Jahre alt war, kaufte ich einen Plastik-Lastwagen etwas größer als ein Bobbycar. Das Monstrum fuhr blinkend in die Großbaustelle im Kinderzimmer. „Guck mal, welch einen Spaß aufräumen macht“, rief ich und pfefferte die ersten Bausteine auf die XXL-Ladefläche. Ich finde die Grenzziehung zwischen Arbeit und Vergnügen problematisch. Es gibt so Sprüche wie

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Hier kommen meine „Schöne-Momente-Souvenirs“. Sie reisen im Kopf mit nach Hause. Es tut wohl, sie aufzuschreiben, denn die glückliche Familie geht gerade auf dem Zahnfleisch. Wir sind die Batterie-Haltung nun leid. Nie gibt es in Hotelbadezimmern genügend Haken oder Stangen, um Handtücher aufzuhängen. Immer sind alle Handtücher weiß und ich bin mir nie sicher, wer

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Zur Zeit sind wir eine Familie in Batterie-Haltung. Die Batterie ist immer ein Hotelzimmer mit zwei Doppelbetten, wobei die Betten höchstens eineinhalb als doppelt sind. Die wirklich geringe Freilauffläche wird noch reduziert durch unsere aufgeklappten Koffer. Bei Hühnern, die so gehalten werden, würden Tierschützer aufschreien. Dabei übernachten wir überwiegend in Batterien mit dem einen oder

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Auf dem Buchrücken von einem unserer Reiseführer steht der Satz „Einmal im Leben alles richtig machen“. Er soll dafür werben, diesen Reiseführer zu kaufen, einen Flug zu buchen und ein „perfektes Wochenende“ in einer Großstadt seiner Wahl zu verbringen. „Einmal alles richtig machen“ – als würde man sonst alles falsch machen. Das ist die Einstellung für

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Kann ich euch etwas aus New York schreiben, was euch nützt? Ich bin ja eher die Kinder-Bullerbü-Fachfrau als die Expertin für die Stadt, die niemals schläft.Vor der Reise habe ich in einem Reiseführer zum Thema „New York mit Kindern“ geblättert. Da liest man in leichter Abwandlung immer das gleiche für City-Trips mit Kids: in den

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