Eine starke Absicht wirkt

Was uns wirklich wichtig ist, das setzen wir durch. Das andere, das war uns wohl auch nicht wichtig. Als Kawsar, unsere afghanische Pflegetochter, bei uns war, habe ich mit ihr um einiges gerungen: dass sie sich die Zähne putzte, dass sie nicht so viel Eis aß, dass sie in die Vorschule ging, dass sie Fahrradfahren lernte, dass sie sich wohl fühlte, … Wann bleibt man hart, wann lässt man es…

weiter...

Berlin to go

Wie wir nach Abbruch einer Klassenreise weitere Strafmaßnahmen für die Schüler abwenden konnten. Prinzessin (16) war mit ihrer Klasse zur Abschlussreise der 10. Klasse in Berlin. An einem Dienstagmorgen habe ich sie zur S-Bahn gebracht. Am Mittwochmittag habe ich sie dort schon wieder abgeholt. Mehr als Dreiviertel ihrer Klasse ist vorzeitig wieder nach Hause geschickt worden, weil die Schüler dabei ertappt worden waren, wie sie sich gleich in der ersten…

weiter...

Lauter Kuchen auf der Weide

Wie ein Kind sich unsere Sprache aneignet und warum es so beglückend ist, ein „Herzbrücke“-Kind bei sich aufzunehmen. Ab jetzt darf ich Kawsar alias Sadia auf meinem Blog zeigen und bei ihrem richtigen Namen nennen. Vorher hatte ich die Auflage von ihrem gesetzlichen Vormund in Hamburg, das Kind im Internet nicht erkennbar abzubilden, so lange es sich in Deutschland aufhält. Das ist verständlich und ich habe mich gerne daran gehalten….

weiter...

Koffer packen

Heute packen wir. Morgen fliegt Sadia nach Afghanistan zurück. Wir haben bei Ebay-Kleineinzeigen einen großen Koffer gekauft. Da kommt alles rein, was ihr wichtig ist.  Die Kleider, die sie mag, Creme fürs Gesicht, Creme für die Füße, doch kein Senf (weil – wie sie meinte – es die passende Wurst dazu in Afghanistan nicht gibt), Lavendel-Seife für ihre Mutter und für ihre sechs Geschwister ein Basketball-Korb zum Aufhängen im Hof….

weiter...

Die Fibel der Gelassenheit

Die Familie einschließlich Sadia schläft noch. Da kann ich schnell ankündigen, dass im September von Sabine Frielinghaus und mir „Die Fibel der Gelassenheit“ erscheinen wird. Dafür wird es den geplanten Familienplaner nicht geben. Der Markt dafür gilt als übersättigt. Unsere Fibel ist voller fröhlicher Illustrationen von Sabine und Gedanken und kleinen Geschichten von mir, ein ABC des entspannten Familienlebens von A wie „Ansprüche, zu hohe“, B wie „Bindung stärken“ und…

weiter...

121 Pixi-Bücher und eine Gewitternacht

Wie wir beschenkt werden mit Post und Erlebnissen. Bei uns sind inzwischen 121 Pixi-Bücher eingetroffen! 121! Liebevoll verpackt, meist noch mit weiteren kleinen Geschenken, mit Abzieh-Tattoos, selbst genähten kleinen Täschchen (wunderschön!), Fingerpuppe und Kastagnetten (Frieda!, meine Nerven!). Dazu persönliche Worte, beste Wünsche auf schönen Karten. Deutschland? Für Sadia wahrscheinlich das Pixi-Buch-Land. Fast täglich kommt der Postbote und bringt neue Erlebnisse von Conny, Heftchen über allerlei Freunde („Mein Freund, der Pilot“,…

weiter...

Die Hölle im Kopf

Wie ich darauf achte, es mir nicht künstlich schwer zu machen. Es begann, schon wieder stressig zu werden. Ein bisschen wie mit den eigenen Kindern damals. Mütteralltag. Ich wollte, dass Sadia, unser afghanisches Gastkind, morgens früher als 10 Uhr in die Vorschule geht, damit ich wieder mehr zum Arbeiten komme und überhaupt: das musste doch zu schaffen sein. Wenn sie nur am Abend früher einschliefe und der Rhythmus sich besser einpendeln…

weiter...

Zur Seite, Leute!

Welche Stärke Sadia aus ihrem feinmotorischen Geschick zieht. „Messer, Schere, Gabel, Licht, sind für kleine Kinder nicht!“ Ich mag diesen Spruch nicht und halte ihn für falsch. Wie soll ein Kind lernen, damit umzugehen, wenn es diese Sachen nicht benutzen darf oder sich abmühen muss mit den zwar bunten, aber stumpfen und nicht funktionalen Varianten von Erwachsenen-Werkzeugen. Sadia, unser afghanisches Gastkind, zeigt ein – für ihre sieben Jahre – unglaubliches feinmotorisches…

weiter...