Glückliche Familie Nr. 196: Die Schule leichter nehmen 

 29/01/2014

Obwohl der Weihnachtsbaum längst abgeholt wurde, habe ich noch eine Tannennadel gefunden. Sie hatte sich unter der Fußleiste versteckt, dann klebte sie am Handfeger, klammerte sich an den Rand des Mülleimers, schaffte es irgendwie, sich an meinen Socken zu hängen, war mit den Fingern schwer zu greifen, harzklebrig und flutschig zu gleich.

Mit dem „Ich-bin-nicht-gut-genug“-Gefühl verhält es sich genauso. Es ist auch so eine Klette.

Da hat man alle Nadeln von der Terrasse und alle schlechten Meinungen über sich selbst aus dem Hirn gefegt, hängt da wieder eine kleine Nadel auf der Fußmatte und ein kleiner schmutziggrauer Zweifel am eigenen Selbstgefühl.

„Hey, Zweifel, wo kommst du jetzt wieder her und verbreitest ungefragt so eine Mattigkeit in mir?“

Das mit den „Nicht-gut-genug“-Gefühlen, die einen piksen wie alte Tannennadeln, ist wichtig, weil dieser Blog seinem Forschungsauftrag treu bleiben möchte. Und der lautet:

Wie kommen so viele kleine Menschen, die am Anfang ihres Lebens keine Frage dazu hatten, ob sie ausreichend sind, im Laufe ihres Großwerdens dazu, immer mehr zu denken: 
„Ich bin nicht gut genug“ und wie können wir Eltern vermeiden, dass dieser Gedanke sich in ihrem Kopf festsetzt?


Eine, wenn nicht die entscheidende Antwort lautet: 
Es ist das „Nicht-gut-genug“-Gefühl ihrer Eltern, es ist eigentlich ihr Ding, das diese treibt, die Kinder anzutreiben, mehr für die Schule zu tun, den Ranzen zu kontrollieren, sie herunter zu putzen, wenn die Hausaufgaben nicht ordentlich sind, ihnen das Schwimmzeug zu packen („sonst fehlt da sowieso wieder die Hälfte“), sie dann später zur Studienberatung zu schicken, ihnen die Bewerbung zu tippen … 
Unsere Kinder treiben dann wieder ihre Kinder an oder sie bekommen gar keine mehr, weil sie an ihren eigenen Eltern abschreckend erlebt haben, wie diese ausbrennen über die Jahre wegen all der Sorgen und Ängste um die Kinder. Das fängt an bei der Wahl des „richtigen“ Geburtsvorbereitungskurses und hört noch nicht auf, wenn der Farbauslöser vom Schwangerschaftstest einen Ausbildungsplatz sucht. 
Wenn mehrere Eltern an einem Ort zusammen treffen, bei Elternabenden oder ähnlichen Veranstaltungen, ist die Stimmung so gut wie nie ausgelassen und unbekümmert. Von „Leichtigkeit“ weit und breit keine Spur.

Kurz vor Weihnachten traf ich die Klassenlehrerin meiner Tochter. Sie wünschte mir ein frohes Fest und meinte: „Wie sehen uns ja im Februar beim Elterngespräch, dann reden wir mal ausführlich.“

Ups, sofort hatte ich einen Kloß im Hals.

Was meinte sie mit „ausführlich“? Hatte das „dann reden wir mal“ nicht einen bedrohlichen Unterton? Guckte sie nicht irgendwie besorgt?

Ja, und wenn? Selbst wenn den Lehrern etwas nicht passt an meinen Kindern, weiß ich doch, dass sie absolut vollkommen sind, selbst wenn der Schulsenator persönlich bei uns klingeln und etwas anderes behaupten sollte.

Oder die Lehrerin hat vielleicht sehr konstruktive Vorschläge, wie sich mein Kind besser in der Schule einbringen kann. Auf jeden Fall kann mein Hirn die Abteilung „Sorgen machen“ oder „ein Problem erschaffen“ gleich wieder dicht machen.

Ich bin es wirklich leid, dass ich diesem Schuldruck, diesen diffusen eigenen Kinderheitsängsten immer wieder auf den Leim gehe.

Wenn ich nicht aufhöre mit meinem „Nicht-gut-genug“, ziehe ich meine Kinder mit da hinein. Und dann können wir über Generationen so weitermachen und haben keine Kraft für die entscheidenden Dinge (mal eben kurz die Welt retten).

Jetzt habe ich nicht den durchschlagenen Tipp für die Vernichtung der gemeinen kleinen Tannennadel in meinem Selbstgefühl außer

  • sich jeden Tag neu für das Gefühl „ich bin vollkommen“ entscheiden und die Wohnung mit entsprechenden Post-its zu pflastern
  • Musik auflegen, das hilft mir immer. Ich habe eine CD gebrannt mit heiterer Entspannungs-Musik. Die lege ich ab und an zum Frühstück auf. Dann startet die Katzenklo-Familie gleich viel leichter in den Tag und ich freue mich riesig, wenn ich Prinzessin (13) den letzten Titel summen höre, während sie den Schulrucksack schultert und in die dunkle Kälte tritt.
Hoffentlich könnt ihr die Titel lesen. Es handelt sich um die Klavier-Musik aus dem Film „Die fabelhafte Welt der Amelie“, um drei Titel von Ludovico Einaudi aus „Ziemlich beste Freunde“ und um das Klarinetten-Konzert von Mozart, das auch in „Jenseits von Afrika“ auf dem alten Grammophon der Farm gespielt wird.
In dem Coaching, an dem ich teilgenommen habe, hieß es: 
„Das größte Geschenk, das Eltern ihren Kindern machen können, ist, selber glücklich zu sein.“ 
Was verhilft euch zu mehr Leichtigkeit im Alltag?
Immer fröhlich Musik auflegen und die Schule leichter nehmen
Eure Uta

  • …“der Farbauslöser auf dem Schwnagerschaftstest“ … – genial! Ich musste echt lachen!

    Tja, Uta, das was dein Titel aussagt, ist natürlich nicht so einfach, wenn man ständig diesem Druck von Lehrern, Großeltern, Vater der Kinder, anderer Eltern mit ihren perfekten Kindern etc. ausgesetzt ist.
    Ich bin schon so ziemlich froh, dass meine beiden Großen zum Ende des letzten Schuljahres an eine Schule wechseln konnten, wo die Schule den Großteil der Verantwortung für den Bildungsstand der Kinder übernimmt. Das Familienleben ist einfacher – schon alleine deswegen, weil ich vieles nicht erfahre und somit es auch niemand anderes erfährt, der mir dann wieder Vorwürfe machen könnte, weil ich immer noch keinen Termin im Sozialpädiatrischen Zentrum gemacht habe (wegen Verhaltensauffälligkeiten) oder es nicht regelmäßig schaffe, die Rechtschreibung zu üben, nicht nach einem Nachhilfelehrer suche (meine Mutter kam regelmäßig mit irgendwelchen ausgeschnittenen Anzeigen aus Zeitungen zu mir) etc. Dennoch, die Lücken, die bei einem der Kinder in der alten Schule entstanden sind, können nicht mehr durch die neue Schule ausgemerzt werden, es sei denn, das Kind verzichtet auf den Sportunterricht und wird in diesen Stunden in Kleingruppen in Deutsch unterrichtet. Das Kind liebt aber den Sportunterricht und feiert hier seine größten Erfolge überhaupt!
    Danke, Uta, ich wusste, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe (den Sportunterricht weiter zu führen), aber es stimmt, diese blöden kleinen Zweifel kommen immer wieder (und an den ausgeschnittenen Nachhilfe-Lehreranzeigen sehe ich, dass meine Mutter mir ja noch immer nicht zutraut, etwas gut zu machen, kein Wunder mit den Zweifeln!).
    Aber zum Glück gibt es ja dich, deren Beiträge immer zum rechten Zeitpunkt kommen! Vielen Dank! *knutsch*
    Übrigens ist mein jüngstes Schulkind an einer recht frisch eröffneten Montessori-Schule gelandet – trotz aller Zweifel der gesamten Umgebung! Und es ist soooooo klasse! Es ist eine Ganztagsschule und ich bekomme hier überhaupt nichts davon mit, was im Unterricht läuft. Ich habe hier wirklich Null Kontrolle. Wenn man das Kind so hört, glaubt man, die sind den ganzen Tag nur im Wald oder auf anderen Ausflügen. Ich musste nicht ein einziges Mal abends mit dem müden Kind sitzen und lesen üben, ABER: er kann es! Nach nur einem halben Jahr – aus ganz eigener Kraft und eigenem Willen. Dafür bleibt derzeit der Mathebereich etwas auf der Strecke, weil er so viel liest, aber lt. Erfahrungen der Lernbegleiter (natürlich erfährt man in Elterngesprächen doch etwas) kommt das eben alles zu seiner Zeit! Und was besonders auffällig ist: Er bekommt ja keine Hausaufgaben auf. ABER: er nimmt sich über’s Wochenende immer viele (Lese-)Aufgaben aus der Schule mit nach Hause und nutzt jede freie Minute dafür; sogar im Auto macht er das! Das können die großen Geschwister, die ja nur die Dinge zu Hause erledigen müssen, die sie in den dafür vorgesehenen Stunden nicht geschafft haben, gar nicht verstehen. Die schieben 3 Aufgaben Bruchrechnung mit großem Gejammer wirklich bis zum allerletzten Moment vor sich hin. Ich sag ja dazu inzwischen auch nichts mehr, denn ich weiß, dass sie es machen, wenn auch mit großem Gemurre und Fluchen.
    Ich freue mich, dass es mit der Schulreform langsam vorangeht in Deutschland und hoffe, dass bald noch viel mehr Eltern die Wahl haben, ob sie ihr Kind kontrollieren möchten oder liebe die Methode mit dem Vertrauen vorziehen.
    Liebe Grüße!
    Jenny
    PS: Danke für den Musik-Tipp!

    • Oh, so schön, mal wieder von Dir zu lesen, liebe Jenny. Und danke für den „knutsch“, mein erster als Bloggerin. Ich freue mich sehr, wie sehr die neue Schule Dich entlastet und wie das mit dem jüngsten Schulkind läuft, ist ja ein Traum. Toll, was für eigene Wege Du unbeirrt mit Deinen Kindern gehst! Herzlichst Uta

  • Liebe Uta,

    vor einiger Zeit habe ich Deinen Blog entdeckt – gerade, als auch bei uns die Schule wegen Sohn Nr. 3 ein Thema war. Ich habe dann viel bei Dir gelesen und es hat mir geholfen, zu erkennen, welcher Druck von Seiten der Lehrer aufgebaut worden war. Der Versuch, diesen Druck auf unseren Sohn weiterzugeben, so, wie die Lehrer das wollten, führte zu einer abrupten Verschlechterung der durch die Pubertät sowieso nicht allzu rosigen Beziehung. Nachdem ich allerdings erkannt hatte, dass die Beziehung wichtiger war und das, was die Lehrer wollten, nicht mit dem übereinstimmt, was mir wichtig ist (zumindest nicht in allen Punkten), konnte ich an der Beziehung wieder arbeiten. Nach einem guten Gespräch, in dem ich ihm erklärt habe, wie ich es sehe und was ich wirklich von ihm erwarte, wurde es tatsächlich wieder besser. Er weiß jetzt, wo er selbst die Verantwortung tragen muss und wie weit ich damit auch leben kann. Das habe ich versucht, auch den Lehrern zu vermitteln.

    Aber die Gelassenheit dafür habe ich mit von Dir bezogen, aus Deinen mutmachenden Beiträgen und den netten Geschichten. Und daraus kann ich auch viel Kraft ziehen – dass ich weiß, dass ich nicht alleine bin mit meinem Denken und dass es anderen ganz genauso geht wie mir! Vielen Dank dafür!

    • Liebe Diana, vielen Dank für Deine Rückmeldung! Ich freue mich so, dass es Wirkung zeigt, was ich schreibe. Vielen Dank für Deinen Kommentar und Dein Vertrauen! Liebe Grüße Uta

  • Ach, liebe Uta, jetzt hast Du es wieder geschafft: Tränen in meinen Augen. Der letzte fettgedruckte Satz – war klar, oder?
    Leichtigkeit ist für mich eher ein Fremdwort. Ich lese grad viel darüber … das hier aufzulisten würde aber wohl den Rahmen sprengen (und das Urhberecht des Verfassers verletzen ;-))
    Was mich aber sehr beschwingt, ist, wenn ich von einem Termin nach Hause komme und Mann und Kind beide an der Fensterbank stehen, unterm Rollo durchgucken und mir ganz aufgeregt winken …
    Vielen Dank für Deinen tollen Beitrag!
    LG Dorthe

    • Liebe Dorthe, denke bitte daran, dass man erst die Segel flicken und die eine oder andere Planke ausbessern muss, ehe man so richtig in See stechen kann. Also bitte nicht verzagen. Und das mit den beiden am Fenster ließ bei mir die Augen feucht werden. Alles Liebe Uta

  • Ich löse mit Familienstellen. Das hilft immer! Und meine Mädels sind ausgeglichen und entspannt 🙂 Liegt aber auch daran das ich schon unzählige Aufstellungen hatte… aber: es wird immer seltener, das was gelöst werden muss, freu. Die Energie fließt und kommt bei mir an 😉
    LG Dani

    • Liebe Dani, Du meinst Familienaufstellungen, oder? Also, dass andere Menschen in einem Seminar die Mitglieder der eigenen Familie repräsentieren und man so die Verstrickungen erkennt und vielleicht sogar auflösen kann, oder? Ich war einmal bei einer solchen Aufstellung dabei und war sehr beeindruckt, wie sich tatsächlich Knoten lösen können, die seit Jahren oder Jahrzehnten bestehen. Herzliche Grüße Uta

  • Aber ja doch – sind die Eltern glücklich mit sich und der Welt, dann sind es die Kinder auch. Glauben Eltern an sich und daran, dass schon alles werden wird, dann tun das die Kinder auch. Gescheiterte erziehen Scheiternde, Zweifler die Zweifler und AKs haben immer auch AK-Eltern. Erziehen ist ja dummerweise vorleben – im Guten wie im Schlechten. Das finde ich reichlich doof. Besser wär es doch, man könnte den Kindern mit seinen theoretisch so gut untermauerten Ermunterungsthesen das Selbstbewusstsein anerziehen, obwohl man ständig selbst an sich zweifelt. Klappt aber nicht. Also versuche ich mich eigentlich primär selbst zu erziehen und zu coachen, um meinem Sohn keine allzu großen Selbstzweifel einzuimpfen. Und ihn zu unterstützen, wenn er denn mal bei einer Sache ganz sicher ist, anstatt ihn mit meiner Unsicherheit zu verunsichern. Er will unbedingt aufs musische Gymnasium und Geige lernen. Da ruft die innere Panikmarie bei mir schon wieder „Hilfe, das Kind muss was Gescheites lernen!“ Die Vernunftsjule diszipliniert sich und versucht sich zu entspannen – dann soll er das machen. Und wenns doch nicht für ihn ist? Na dann wechselt er eben die Schule. Was mich umgestimmt hat? Wir haben gestern unsere Zeugnisse der vierten Klasse verglichen. Dabei bin ich ziemlich schlecht weggekommen und fest steht doch: ich hab das Abitur und ein Studium gut hingekriegt. Und mein Sohn glaubt jetzt auch, dass er das schaffen kann. Locker.
    Manchmal hilft es zurückzublicken und sich klarzumachen, was man selbst trotz suboptimaler Voraussetzungen geschafft hat – dann kann man deutlich gelassener auf schlechte Noten beim Nachwuchs reagieren.

    Herzlich, Katja

    • Liebe Katja, wir haben neulich ein Religionsheft von meinem Mann aus der Grundschule angeschaut. Er behauptet immer, nicht malen zu können, aber seine Zeichnungen von den Jüngern, die alle vor Ehrfurcht flach im Wüstensand liegen, sind was ganz Besonderes. Liebe Grüße Uta

    • Wir waren mal am Abend vor der Fahrt in die Provence beim Griechen und ich habe mir dort an einem nihct mehr koscheren Lammbraten den Magen verdorben. Die Fahrt habe ich bis ans Meer mit einer Kotztüte vor dem Gesicht verbracht. In Folge dessen habe ich von 15 bis zum Alter von 30 kein Lamm mehr angerührt, weil mir schon beim Geruch schlecht wurde. Meine Mutter hat mich auch mal gezwungen, ein Stück Heilbutt mit Haut zu essen… den esse ich heute noch nicht wieder. Essenstraumata können sehr hartnäckig sein. 😉

      Herzlich, Katja

  • Liebe Uta,
    irgendwie schaffst du’s immer, genau über das Thema zu schreiben, das mich auch gerade umtreibt! 😉 Und du schreibst immer soooo schöööön.

    Und natürlich hast du wieder mal total recht! Einerseits! Andererseits habe ich gerade das Gefühl, dass ich meinem Kind jetzt wieder in die Spur helfen muss, bevor etwas aus dem Ruder läuft. Mein Junior (8), der eigentlich immer ehrgeizig war, ist in der Schule und im Sport plötzlich unmotiviert, macht viel Quatsch, bekommt wenig mit und liefert mäßige Ergebnisse, worüber er selbst am meisten enttäuscht ist, weil es ja früher besser lief. Ich habe das Gefühl, dass ihm der Blick fürs Ganze fehlt. Ich kann und will das aber jetzt auch nicht laufen lassen bis der Junior über viele Umwege selbst entdeckt, was gerade falsch läuft, wenn er es überhaupt entdeckt, bevor er überall den Anschluss verpasst hat.

    Ich will dass er versteht, dass meistens nicht irgendwelche Umstände oder die anderen schuld sind, wenn etwas nicht so läuft wie geplant, sondern dass er es zu einem großen Teil selbst in der Hand hat und damit treibe ich ihn natürlich an und dabei bin auch nicht immer entspannt!
    Dem Junior gefällt es auch nicht, dass ich gerade so eine Helikoptermama bin. Er versteht aber, dass ich als Mama klare Ansagen machen und ihn manchmal antreiben muss, auch wenn ihm dauerchillen momentan lieber wäre! Ich denke meinem Kind hilft es, wenn ich ihm zeige wo der Weg ist, der zu seinem Ziel führt.

    Bei uns geht es aber trotzdem überwiegend unverkrampft zu und was uns gerade zu mehr Leichtigkeit im Alltag verhilft, ist unser gemeinsamer Morgenspaziergang. Ich begleite den Junior morgens immer ein Stück zur Schule. Eigentlich läuft er alleine und manchmal mit seiner Freundin, aber im Dunkeln hat er Angst. Deshalb laufe ich gerade immer ein Stück mit, wir trödeln ein bisschen, schauen, was es zu sehen gibt, unterhalten uns gemütlich. Das hat etwas sehr Meditatives und es tut uns beiden sehr gut! 🙂

    Liebe Grüße
    Biggi

    • Liebe Biggi, das ist ja schön mit dem Morgenspaziergang! Als Prinzessin für eine Religionsarbeit lernen musste, sind wir auch abends im Dunkeln noch durch den Schnee gestapft, um den Kopf ein bisschen durchzulüften. Dabei hatten wir ein ganz tolles Gespräch über das Leben nach dem Tod, die Grabbeigaben der Ägypter, Wiedergeburt … Man kann gar nicht genug spazieren gehen, vor allem im Dunkeln. Liebe Grüße Uta

  • liebe Uta, meine Jungs sind 17 und 24 Jahre alt…trotzdem bin ich ein großer Fan deines Blog, weil ich bei jedem Thema das du aufgreifst nur zustimmend nicken kann…
    ich bin mit eine Zwillingsschwester groß geworden…sie hatte langes blondes engelsgleiches Haar, eine Mannequin- Figur (egal was sie aß !!!) , eine phantastische Stimme und immer, wirklich immer bessere Noten als ich… die mit den kurzen braunen Haaren auch noch mit 14 Jahren für einen Jungen gehalten wurde und sich immer Kommentare über die nicht ganz so perfekte Figur und die schlechteren Noten anhören musste…ich bin mit deinem heutigen Thema sozusagen groß geworden….und wenn ich auch bestimmt Fehler in der Erziehung gemacht habe, so hab ich meinen Jungs stets vermittelt „wertvolle besondere Menschen zu sein…unabhängig von ihren Noten, Klamotten und persönlichen Lebensstil und Ziel….ich bin ein gelassener glücklicher Mensch und lasse mich nur selten aus der Ruhe bringen…ich habe lange Zeit gebraucht an diesen Punkt zu gelangen, aber manchmal muß man wirklich erst an einen Tiefpunkt angelangt sein, um zu erkennen, was im Leben wirklich zählt und wichtig ist…
    lg Uli – die Kramerin

    • Liebe Uli, diese Zwillingssituation klingt fast nach einer erziehungswissenschaftlichen Versuchsanordnung. Ist Deine Schwester auch ein glücklicher Mensch geworden oder hat sie damit zu kämpfen, dass sich Schönheit nicht ewig hält? Wahrscheinlich kannst Du das hier nicht beantworten, aber ich finde Deine Geschichte sehr berührend. Danke dafür und auch für das dicke Lob, herzliche Grüße Uta

  • Liebe Uta,
    beim „Farbauslöser am Schwangerschaftstest“ musste ich jetzt zuerst grübeln und dann herzhaft lachen 😀
    Über Schulprobleme/situationen kann ich mich hier noch nicht auslassen, da haben wir noch ein paar Jahre hin, aber heute war wieder mal „Kleinkindcheck“ beim Kinderarzt und 24 h davor habe ich viel Zeit damit verbracht mich zu informieren, was mein Kind nun unbedingt können muss und was da gefragt wird und was nicht und mir den Kopf zu zerbrechen, ob mein Kind da morgen wohl „durchkommt“ oder nicht.

    Na was! Natürlich! Wie dämlich -.- Ich hätte meinen Abend mit Leichtigkeit füllen sollen – nicht mit gehetzter Besorgnis! Mal sehen, ob ich mir das bis nächstes Jahr merken kann ^^

    Liebe Grüße,
    Josy

    • Ja, ja, liebe Josy, so fängt es an. Kann es früh genug laufen? Warum spricht es noch nicht? Wann wird es endlich trocken? Aber da alles noch so früh bei Euch ist, kannst Du auch früh wieder damit aufhören, mit der chronischen Besorgheit. Achtsam zu sein, ist ja nicht falsch, aber ich habe es bis etwa zum Ende der Grundschulzeit vom Kronprinzen damit übertrieben und bin erst seit wenigen Jahren (bis auf Ausnahmen, siehe Tannennadel) entspannter. Ganz herzliche Grüße Uta

  • Manche Tannennadeln pieken einen noch laaaange nach der Schul-Ausbildungs-Zeit. Leider.
    Da hilft nur nicht mehr dran denken das man nie gut genug war und sich daran zu freuen was man erreicht hat, obwohl man „nichts richtig macht“.
    Eine Gänsehaut bekam ich grade, als ich deinen Satz las:
    „…weiß ich doch, dass sie absolut vollkommen sind…“ Ein so so schöner Satz und wenn deine Kinder wissen, das sie für dich/euch vollkommen sind, kann nichts falsch laufen.
    Es ist nämlich sehr hart mit dem festen Wissen aufzuwachsen nie was richtig zu machen und absolut zu nichts zu gebrauchen zu sein.

    LG,Bianca

  • Ja, liebe Uta. Wahrste Worte!

    Ich glaube auch, dass wir Erwachsenen bei uns anfangen müssen.

    Wie sehen wir uns?
    Wie sehen wir unseren Partner?
    Wie unterhalten wir uns mit unseren Partnern?
    Freuen uns gemeinsam über alles, was an einem Tag/in einer Woche/Monat/Jahr gut lief?
    Wie sehen wir unsere Kinder?
    Als kleine einzigartige und supergeniale Talentschmieden? (Das sind sie nämlich!!)

    Wenn nicht, warum tun wir das nicht?

    Vielleicht – weil sich unsere inneren Kritiker immer wieder ungefragt den Weg nach außen bahnen. In Worte, die wir sagen, in Ansprüche, die wir haben, in hartes Leistungsdenken, weil wir Angst vor etwas haben.

    Sollten wir für unsere Kinder, für ihr Vertrauen in sich und ihre Fähigkeiten nicht lieber

    – immer wieder und wieder dem inneren Kritiker ein freundliches „Stoppschild“ vor die Nase halten und ihn freundlich aber bestimmt in die Schranken weisen. Sowohl auf uns, als auch auf unsere Kinder bezogen!

    – Vertrauen haben. In uns als Eltern, in unsere Kinder. In die großen Fähigkeiten, die in jedem Menschen stecken – und so, wie sie sind, in jedem nur einmal!

    – unsere Kinder zugewandt und freundlich begleiten – mit Zuversicht in sie und ihre Fähigkeiten. Und nicht mit Angst.

    – ihnen Freude am Leben und am Arbeiten vorleben 🙂

    Nicht alles ist immer gut, negative Gefühle gehören auch zum Leben (ohne diese könnten wir vermutlich nicht Glück, Freude so stark empfinden), aber vieles ist sehr viel „öfter“ 🙂 gut und schön, als wir denken/es sehen/es sagen.

    Dies vorzuleben ist eine Kunst. Und gelingt weder immer noch ausschließlich. Aber jedes Mal ist ein kleines Samenkorn von Kraft, Mut und Selbstvertrauen, was wir unseren Kindern mitgeben und das sich in ihnen entfalten kann – – wenn wir immer auch mal wieder ein bisschen gießen 🙂

    Sei lieb gegrüßt
    Nora

  • Liebe Nora, besonders gut gefällt mir Dein Satz „aber vieles ist sehr viel „öfter“ 🙂 gut und schön, als wir denken/es sehen/es sagen“. Vielen Dank für Deinen Riesen-Kommentar! Liebe Grüße Uta

  • Vielen, vielen Dank für diesen weiteren Gedankenanstoß!
    Fräulein Tochter ist im Herbst in die Fünfte gekommen und ich kenne leider eine Menge kleiner Begebenheiten, die sich mit Deinen Beispielen decken…*örgs*

    Das darf nicht sein – ich gelobe Besserung!
    Muss mir auch SOFORT eine Frühstücks-Gute-Laune-CD anschaffen!
    Hast Du Deine selbst gebrannt? Die Titel sind SUPER!

    Papagena

    P.S.: Und Danke für den lieben Kommentar an mich auf Sonjas Blog – ich freue mich!

  • Liebe Uta,

    spontan habe ich vorhin losgetippt, meine ganzen Gedanken den immer heißer werdenden Tasten zu futtern gegeben. Und dann habe ich mich nicht getraut, das zu veröffentlichen. Waren es doch 449 Wörter, jedenfalls zeigte das mein Textverarbeitungsprogramm das so mahnend an. Und überhaupt, da steht ja was von „Schule“, so weit sind die Herzbuben noch nicht.
    Allerdings finde ich, dass das „nicht-genug-Sein“ schon vor der Schulzeit Thema ist. Jedenfalls geht es mir so. Ich kann mich einfach nicht frei machen, meine Herzbuben zu vergleichen. In mir, nicht verbalisiert ihnen gegenüber. Aber wenn mir andere Mütter erzählen, was ihre Gleichaltrigen alles machen, können, malen, schreiben, kriege ich Kopfstress. So richtig. Ich fange sofort an, mich als Mutter in Frage zu stellen oder des großen Herzbuben spezielles Wesen vor anderen zu rechtfertigen oder zu erklären. Er hat in der Kita den Abfluss verstopft? Sofort bekomme ich das Gefühl, ich müsste mich entschuldigen. Dafür gibt es keinen Grund. Keinen. Er ist ein kleiner Junge, der seine Entwicklung in seinem Tempo und mit speziellen Interessen macht. Ich weiß das, aber ich kann es nicht komplett leben.
    Mir fällt es schwer, die Gedanken zu dem Thema zu bündeln, mit „sich-genug-Sein“ könnte ich schon Seiten füllen. Generell spricht dieser Post so viele Facetten in mir an. Vor allem, wenn es darum geht, dass ich doch erstmal glücklich sein muss, um Leichtigkeit zu leben und weiterzugeben. So weit bin ich noch nicht. Die ersten Jahre mit den kleinen Herzbuben habe ich echt Federn und Kraft gelassen. Jetzt langsam komme ich dazu, wieder zurück zu mir zu finden und zu meiner alten Form (vorerst psychisch, die Hüftform kommt später, man muss ja schließlich Prioritäten setzen). Dann kommt die Leichtigkeit bestimmt auch schrittweise wieder. Das wünsche ich mir.
    Einen kleinen Schritt bin ich dank deines Anstoßes zur Leichtigkeit und zum Glücklichsein heute gegangen und habe mich beim Eltern-Kind-Turnen mit den Jungs ordentlich ausgetobt statt rumzustehen, sehr zur Freude der beiden Herzbuben. Und das ist doch schon mal ein guter Anfang und für mich schon Glück: die beiden so strahlend und ausgelassen zu sein.

    Danke, Uta, für einen weiteren tollen Post und danke für unbeschwerte Momente mit meinen Herzbuben.

    Liebe Grüße,
    Frieda

    Ach, ich könnte noch schreiben, schreiben, schreiben.

    • Liebe, liebe Frieda, danke für Deine Worte und … ich nehme auch gerne ganz viel Text. Was für eine Bereicherung!
      Was wir Erwachsenen so veranstalten (ich unbedingt mit eingeschlossen, sondern würde ich nicht darüber schreiben, um es los zu werden), ist wirklich verrückt.

      Kleine Kinder haben keine Frage zu ihrem Selbstwert.

      Steht mir das neue Mützchen? Fahre ich gut genug Bobbycar? Werde ich es schaffen, die Erwartungen meiner Eltern beim Abriss der Bauklotztürme zu erfüllen?

      Solche Fragen stellt sich kein Kind.

      Solche Fragen lernt es von den Eltern.

      Das kleine Märchen von Peter Bichsel bringt es auf den Punkt:

      Columbin
      Am Hofe gab es starke Leute und gescheite Leute, der König war ein König, die Mädchen waren schön und die Männer mutig, der Pfarrer fromm und die Küchenmagd fleißig – nur Columbin, Columbin war nichts. Wenn jemand sagte: „Komm, Columbin, kämpf mit mir“, sagte Columbin: „Ich bin schwächer als du.“ Wenn jemand sagte. „Wie viel gibt zwei mal sieben?“, sagte Columbin. „Ich bin dümmer als du.“ Wenn jemand sagte: „Getraust du dich, über den Bach zu springen?“, sagte Columbin. „Nein, ich getraue mich nicht.“ Und wenn der König fragte: „Columbin, was willst du werden?“, antwortete Columbin: „Ich will nichts werden, ich bin schon etwas, ich bin Columbin.“
      (aus dem Kalender „Der Andere Advent“, 2010)

      Viele liebe Grüße und danke fürs Heiß-Schreiben, Uta

  • Tanzen!
    Liebe Uta, mein Mittel in allen Stimmungslagen für mehr Leichtigkeit – ist das Tanzen!
    Und weil ich das „Nicht-gut-genug-Gefühl“ ebenfalls soooo gut kenne, gestalte ich mit meiner Kollegin, der Malerin Corinna Wittke, urteilsfreie Räume für kreatives Flügelschlagen, wo Frau, Mann und Kind sich einfach mal herauswagen können in die Weite des eigenen schöpferischen Universums: tanzend, malend, singend. Und nach einer Weile gehen die inneren Sonnen auf, und die Menschen beginnen von innen zu leuchten. Das ist das Schönste für mich! Ganz liebe Grüße von Anja

  • Liebe Uta, viel zu selten schaffe ich es zu kommentieren. Einfach nur ein großes Danke!!! für Deine inspirierenden menschlichen weltrettenden Beiträge! Danke! Kristina

  • Liebe Uta,

    ein toller Post über so ein wichtiges Thema. Vielen Dank! Gerade noch am zweifeln darüber, ob der minikleine Yogakindergarten von Philine sie auch wirklich genügend auf die Schule vorbereiten kann, bin ich nun wieder dankbar und froh, dass wir diese Einrichtung (nach dem Fehlstart im kirchlichen Kiga) gefunden haben. Denn bei den Yogis machen die Kinder morgens immer eine „Meditation“ und dann brüllen sie ganz laut (mehrfach): „Ich bin glücklich, ich bin gut…“ Und wer wütend ist, wird nicht in die Ecke gestellt, sondern darf einen Stock nehmen und ganz kräftig auf ein dickes Kissen hauen… Ich glaube, in den pädagogischen Einrichtungen, die wir hierzulande haben, gibt es noch viel Spielraum. Dazu kann ich dann auch mal wieder Jesper Juul empfehlen bzw. sein kleines Büchlein:
    Wem gehören unsere Kinder? Dem Staat, den Eltern oder sich selbst? Ansichten zur Frühbetreuung.
    Aber das kennst Du vermutlich schon… Viele liebe Grüße, Nicolle

    • Liebe Nicolle, das ist ein tolles Buch! Ich habe es hier schon mal verlost, als Du noch nicht mitgelesen hast. Ganz herzliche Grüße und danke für Deinen Kommentar, Uta
      PS: Bank, Kaffee, wann?

  • Hach Uta!!! Danke, dass es dir auch so geht und Danke an Alle, die sich dazu bekennen, dass es ihnen so geht!!!
    Dein Post heute hat sooo gut getan. Mein Sohn saß an seinen Hausaufgaben und hat scheußlichst geschrieben. Alle Rechnungen richtig, wie immer, aber die Schrift! Ich hab gedacht: Das muss er nochmal machen, die Lehrerin flippt morgen aus! Ich habe ihn dann sitzen lassen und beschlossen mich hinzulegen – es ist nicht mein Kampf habe ich mir gesagt.Nicht meiner, nicht meiner,… dann bin ich eingeschlafen und recht entspannt wieder aufgewacht.
    Als ich runterkam in die Küche saß er immer noch. Da waren es 2,5 Stunden. Eigentlich hat alles in mir geschrien. Dann habe ich beschlossen mir einen Tee zu kochen und ruhig zu bleiben. Ich habe ihn gelobt für sein wunderschön angemaltes HSU-Blatt. Ich habe mit ihm über seine scheußlichen Zahlen geredet und ihm gesagt, welche Möglichkeit es gäbe, das morgen schöner abzuliefern (Seiten zusammenkleben und nochmal schreiben). Ich habe aber auch gesagt, dass ich es ihm überlasse. Er hat sich dagegen entschieden und ich kann es nach 2,5 Stunden am Küchentisch verstehen. Anschließend habe ich die Bleistiftkritzelei an der Küchenwand entdeckt und sie ihn wegradieren lassen.*seufz Es war heute einfach nicht möglich ihn zu einer schnelleren Hausaufgabe zu bringen. Jetzt, heute Abend denke ich wieder darüber nach, ob das richtig war.
    Meine Mutter – und da sind wir wieder am Ursprung – meint, ich sollte mich direkt dazusetzen und ihn antreiben. Ich habs mal versucht – wir bekriegen uns da gegenseitig. Er gibt mir alle Verantwortung an mich ab – Zeitsteuerung, Konzentration, alles. Diesen Kleinkrieg gebe ich mir nicht mehr. Ich habe ihm beigebracht mit der Eieruhr zu arbeiten, aber heute wollte er einfach nicht. Meine „innere Mutterstimme – also die meiner Mutter“ mahnt mich, das war nicht richtig, du musst dich mehr kümmern. Meine Egostimme sagt, nein, er kann das – er muss es selber ausbaden, wenn er nicht voranmacht. Wenn ich immer treibe, begreift er es nie. Ich bin dann mit meiner Tochter in den Keller und habe Kronen gebastelt. Nach wenigen Minuten war er mit der Hausaufgabe fertig. Erschöpft, aber anscheinend zufrieden. Und doch grummelt es in mir: „Das war zu lang, du musst was tun! Das ist bestimmt schädlich für ihn!“…. Ich habe heute beschlossen es wenigstens dieses Mal nicht mit meiner Mutter zu besprechen und mir keine Vorwürfe anzuhören. Manchmal finde ich mich ja selber blöd, immer wieder meine Mutter zu rate zu ziehen – aber oft hilft es. Die Kunst wird sein in Zukunft mich von meiner „Mutterstimme“ zu lösen und tapfer zu meiner eigenen Meinung zu stehen – auch, wenn sie mal falsch sein könnte.*g
    Ich war jahrelang der Sprich-mich-nicht-an-mach-kein-Licht-Morgenmuffel.*g Was mir hilft ist Ruhe und Zeit am Morgen und Sonne am Morgen und frische Luft. Ich stehe lieber etwas früher auf und beginne den Tag erstmal alleine, dann bin ich schon etwas wacher, bis ich die Kinder wecke. Wir nehmen uns einfach ein bisschen Zeit zum gemeinsamen Frühstück.
    Liebe Grüßen LOLO

  • Kleiner Nachsatz zu den Lehrern:;-)
    Im Übrigen finde ich zwar, machen Lehrer manchmal sicher Druck, aber ich habe zwei Freundinnen, die Grundschullehrerinnen sind. Eine meinte kürzlich, dass sie manchmal gar nicht anders kann, weil so viel einfach „durch muss“ und keine Zeit bleibt um individuelle und in Ruhe auf die Kinder einzugehen. Wer mal 3/4 Klasse erlebt hat, weis glaube ich, was gemeint ist.
    Die andere Freundinn hat mir berichtet, dass ihre Kolleginn beschlossen hat alle Stempel a-la-„Bravo! Gut gemacht!“ wegzuwerfen. Sie hat mir auch erklärt warum. Einige Kinder sind sehr motiviert und wollen diese Stempel – das ist die Spitze, die anderen wollen auch, bekommen sie aber nicht und das frustriert sie, das sind viele. Manche bekommt man nicht, nicht mit Stempeln und auch sonst nicht so gut zum arbeiten – da helfen die Stempel auch nicht. Ich habe gefragt, wie die Kolleginn es dann macht und dann hat sie erzählt, dass sie
    es ganz althergebracht ins Heft schreibt wie „bis hierher hast du schön erzählt“, etc. – das ist so individuell wie Stempel gar nicht sein können. Mir leuchtet das ein!
    Das geht sicher mit diesen ganzen Beurteilungsstempeln unter. (nichts gegen einen Stempel ab und an, aber manche übertreiben es und schreiben nie einen Kommentar selber).

    Ich glaube fest daran, dass Lehrer ihren Job mit hingabe machen! So und jetzt weiter Kinder stärken!

    Liebe Grüße LOLO, die das noch loswerden wollte 😉

  • Liebe Ute,genau zu einem Zeitpunkt wo ich genauuuu dieses Thema gerade bei mir und Junior erlebe, bekomme ich von einer Leserin meines Bloggs den Hinweis hier her zu kommen und zu lesen. Ich habe deinen Beitrag gelesen und schon bei den ersten Sätzen losgeflennt…Du bringst es auf den Punkt,was ich die ganze Zeit innerlich schon wusste,aber durch die,nennen wir es einmal vorsichtig, Eintrichterung, durch die Lehrerin,das Junior doch so schlecht ist in der Schule,immer wieder den Druck an mich heran gelassen habe. Schon nach 8 Wochen,und das ist kein Scherz,als Junior in die 1. KL. kam hatte ich ein Elterngespräch,wo mir klar gemacht wurde,das Junior weder lesen noch schreiben kann.IST DAS NORMAL? Und das zieht sich furch wie ein roter Faden, nun ist das Fass übergelaufen und ich habe die Faxen dicke…darf ich das so schreiben?:)
    Nach deinem Beitrag werde ich jetzt in mich gehen und Junior üben lassen,wie er es gern möchte,ohne Stress und Gemecker…..ich bin es leid.
    Ich hoffe ich habe nicht zu viel Kauterwelsch geschrieben,denn ich bin innerlich noch vollkommen aufgewühlt.
    Schau mal bitre auf meinem Blog,dann weisst du wad ich meine…

    Ich bin gern bei dir neue Leserin…DANKEEE…

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    Uta


    Ich arbeite als Eltern-Coach, Buchautorin und Journalistin, bin Ehefrau und Mama (ein Sohn, eine Tochter) und kann es nicht lassen, dem Familien-Glück auf die Spur zu kommen. Ich forsche in Büchern, spreche mit Experten und teste alle Erkenntnisse in der Praxis. Nur was mich überzeugt, weil es das Leben mit Kindern wirklich erfüllender macht, schafft es auf diese Seite.

    Deine, Uta

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