Ein (kleiner) Mann ohne Eigenschaften 

 03/12/2018

Wer Geschlechter-Unterschiede nivelliert, wird Kindern nicht gerecht.

Heute Abend werden wir im Workshop mein Herzens-Thema behandeln: Jungs!
Früher gab es starre Rollenbilder. Mädchen hatten artig zu sein und mit Puppen zu spielen, Jungen hatten stark zu sein, durften nicht weinen („Sei ein Mann!“) und waren festgelegt auf Autos, Ritterburgen und Sheriff-Attitüde.
In den 70er Jahren wurde es bunter. Man fing an, Mädchen für die Naturwissenschaften zu begeistern. Ganz Fortschrittliche brachten Jungen das Stricken bei. Bei uns zu Hause (vier Mädels!) gab es zu Weihnachten Fischertechnik, Elektro-Baukästen und Holzwerkzeug. In der Grundschule ging ich Fasching als Kosake mit aufgemaltem Bart und dem Fuchsschwanz meiner Oma als Pelzmütze auf dem Kopf. Als ich auf das Gymnasium kam, hatte ich kurze Haare. Manche hielten mich für einen Jungen.
Für Mädchen wurde immer mehr möglich und Jungs durften endlich ihre weiche Seite zeigen. Nie würde ich das zurückdrehen wollen, auch wenn ich sauer war, dass Klassenkameraden mich um Nachhilfe in Mathe fragten, meine Freundinnen aber um ein Date.
Um starre Strukturen aufzulösen, braucht es eine starke Gegenbewegung. Und es war und ist wichtig, dass es das gibt: Menschen, die den Mund aufmachen, wenn Mädchen oder Frauen in ihren Möglichkeiten und Rechten eingeschränkt werden oder für die gleiche Arbeit weniger Geld verdienen (nach wie vor ein Skandal!).
Nur passiert es gerne, dass wir von der anderen Seite vom Pferd fallen, wenn wir uns besonders engagiert für etwas einsetzen. Dann gibt es schiefe Blicke, wenn eine Mama mit Freude ihre Tochter in Rosa kleidet oder sich nicht stärker ins Zeug legt, damit ihr Sohn zum Ballett und nicht zum Fußball geht.
Beide Verhalten sind Seiten der gleichen Medaille: einem Kind wird von außen mehr oder weniger subtil aufgezwungen, wie es zu sein hat. Entweder Prinzessin oder Gender-mäßig korrekt, ein raubeiniger Kerl oder ein kleiner Mann ohne Eigenschaften, Mamas „political“ korrekte Version eines männlichen Wesens.
Egal auf welche Seite wir uns schlagen – es kann uns passieren, dass wir nicht das Kind sehen, das wir vor uns haben. Und wenn wir so tun, als gäbe es gar keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern, werden wir dem einzelnen Kind nicht gerecht. So schrieb die vor wenigen Jahren verstorbene Vera Birkenbihl, Leiterin des Instituts für gehirngerechtes Arbeiten:

Wir haben lange genug daran gearbeitet, die Frauen zu emanzipieren, und wir müssen dafür sorgen, dass diese Entwicklung anhält, aber wir müssen uns auch fragen, ob wir dabei einen Teil der Männerwelt (unbeabsichtigt?) geopfert haben, und zwar den, der sich am wenigsten wehren kann, den der kleinen Jungen. (Vera F. Birkenbihl: Jungen und Mädchen: wie sie lernen. Regensburg 2001, Seite 11)

 
Im Folgenden werde ich ein paar Punkte aufführen, die typisch sind für männliches Verhalten. Meine Absicht ist, damit das Verständnis für Jungen zu vergrößern. Wenn Eltern und Lehrer besser einordnen können – so mein Wunsch – , warum sich ein Junge so verhält, muss er nicht noch mehr aufdrehen, sich noch unflätiger ausdrücken oder den Macho geben, um Gehör zu finden für seine Bedürfnisse.
Nicht umsonst sind es in der Mehrheit Jungen, denen man unberechtigt den Stempel ADHS (Aufmerksamkeitdefizit-Hyperaktivitätsstörung)¹ verpasst, und es sind überwiegend Jungen, die als Schulversager gelten und vorzeitig die Schule verlassen müssen.
Um Missverständnissen vorzubeugen, möchte ich betonen, dass es – meiner Überzeugung nach – sehr wohl männliche Anteile in Mädchen gibt und weibliche Anteile in Jungen, dass es mädchenhafte Jungs und jungenhafte Mädchen gibt und dass das wunderbar ist und gesehen werden sollte. Die nachfolgenden Punkte sind Tendenzen und Vereinfachungen, die gleichwohl helfen können, die kleinen Männer besser zu verstehen.
Los geht’s:
Jungen haben …

  • im Schnitt einen höheren Muskelanteil als Mädchen. 40 Prozent der Körpermasse gegenüber 24 Prozent ². Die Neuropsychiaterin Louann Brizendine schreibt: „Jungen sind darauf programmiert, sich zu bewegen, Dinge in Bewegung zu setzen und bewegten Dingen zuzusehen. In der Wissenschaft hielt man dieses typisch jungenhafte Verhalten früher für eine Folge der Sozialisierung, aber heute wissen wir, dass dieser Bewegungsdrang zum größeren Teil biologisch im männlichen Gehirn verdrahtet ist.“ (Louann Brizendine: Das männliche Gehirn. Hamburg 2010, Seite 28) Deshalb fällt es Jungen noch schwerer als Mädchen in der Schule lange still zu sitzen. Ab etwa drei Jahren müssen sie sich täglich stundenlang bewegen können, was ihnen aber heute kaum noch ermöglicht wird.

 

  • Jungen sortieren innerlich eine Gruppe gleichaltriger Geschlechtsgenossen im Kindergarten und in der Schule eher als Rangordnung als Mädchen. Ihnen ist in den ersten Jahren viel wichtiger, was die anderen Jungen von ihnen denken, als was die Mädchen von ihnen denken. Jungen achten sehr darauf, wer in ihrer Peer-Group der Boss ist. Sie streben entweder an, selbst der Boss zu werden, oder zumindest mit dem Boss befreundet zu sein. Das zeigt sich auch darin, dass Jungen Spiele bevorzugen, in denen es um einen Wettbewerb geht, während Mädchen eher zu kooperativen Spielen neigen. (Louann Brizendine, ebenda, Seite 40)

 

  • Diese Einsortierung (wer rennt am schnellsten? wer trägt die coolste Hose? wer hat die meisten Sammelkarten? …) ist anstrengend. Deshalb müssen Jungs Dampf ablassen. Deshalb haben sie so große Freude an Ausdrücken, die man nicht umsonst „Kraftausdrücke“ nennt, deshalb lieben sie Wett-Furzen und das Spiel „Wer rülpst am lautesten?“. Eltern, die wissen, dass das eine Phase ist, können entspannter damit umgehen und es wird schneller wieder aufhören.

 

  • Weil es diese Rangordnungen in ihren Köpfen gibt, prahlen Jungs gerne (Grandiositäts-Streben). Wenn er auf dem Schulhof nicht genug Tore geschossen hat oder die coole Hose gerade in der Wäsche war, muss die Phantasie herhalten, um die Kumpels zu beeindrucken. Plötzlich ist Papa (ohne, dass er es weiß) kurz davor, einen Porsche zu kaufen, oder Papa hat angeblich auf dem Flughafen Torwart XY getroffen. Schon mehrfach hatte ich besorgte Mütter im Coaching, die sicher waren, ihre Söhnen entwickelten sich zu den größten Lügnern und Betrügern aller Zeiten. Dabei gibt es auch für dieses Verhalten ein Zeitfenster. Und es hilft, gemeinsam ein Gebiet zu finden, auf dem der Junge brillieren kann. (Und es hilft nicht, ihm zu sagen: Das hätte er doch gar nicht nötig, er solle darüber stehen oder doch lieber mit dem Nachbarmädchen spielen.)
Kronprinz mit 8 – höher, schneller, weiter
  • Der Drang, sich in Rangordnungen einzusortieren, erklärt auch, warum Computerspiele später einen so starken Reiz auf Jungen ausüben. Laut LBS-Kinderbarometer von 2014 nennen Mädchen zwischen 9 und 14 Jahren in Deutschland „Freunde treffen“ (Platz 1) und „Reiten“ (Platz 2) als liebste Freizeitbeschäftigung, bei den Jungs gewinnen „Fußball“ und „Zocken“ (gemeint sind Computerspiele). Bei den Spielen am Rechner geht es immer darum, ein höheres Level zu erreichen. Die Vergabe der Punkte ist objektiv. Das mögen Jungs, da feuern ihre Gehirnzellen das Belohnungs- und Glückshormon Dopamin. Auf den Rechner ist Verlass. Wer sich anstrengt, gewinnt das Rennen. Messbar und sicher und ohne „Gelaber“. Anders als im „weiblichen Biotop Schule“ (Allan Guggenbühl), wo Frau Meier mehr mündliche Beteiligung möchte, Frau Müller Abstriche im Zeugnis gemacht hat wegen angeblich „schlechten sozialen Verhaltens“ und die junge Referendarin mäkelt, dass über den Rand geschmiert wurde.

 

  • Jungen sind eher objektbezogen. Häufig gibt es Phasen, in denen sie sich sehr stark für ein Themenfeld interessieren und quasi alles andere ausblenden. Beim Kronprinzen gab es eine Lego-Truck-Phase, eine Flugzeugphase, eine Traum-Haus-mit-Tiefgaragen-Phase, eine „Minecraft“-Phase, eine Film-Dreh-Phase …. Wenn mir ein Junge seine Sammlung mit den selbstgebastelten Fliegern zeigt, ist das ein Beziehungsangebot. Nie zeigt er mehr Vertrauen, nie gibt es mehr Nähe und eine größere Chance, dass ich erfahre, was in seiner Seele brennt, wenn wir zusammen mitten in seiner Sammlung von Autos, Bierdeckeln oder Dinosauriern sitzen. Dagegen funktioniert es nicht (oder höchstens unter Qualen für alle Beteiligten), wenn ich meinen kleinen oder halbwüchsigen Sohn zwinge, sich mir gegenüber hinzusetzen, mir in die Augen zu schauen und ihm zu sagen: „Bitte sage mir, was du fühlst!“ Nicht machen!

 

  • Was für Jungen auch nicht funktioniert (für Mädchen übrigens auch nicht), wenn wir Mamas uns für das bessere Elternteil halten, wenn wir glauben, wir hätten einfach mehr Verständnis für die Kinder, das bessere Händchen für alle pädagogischen Fragen (Ratet mal, wen das besonders betraf?), wenn wir überzeugt sind, wir müssten Papa in ein „Wie-werde-ich-sanfter“-Umerziehungs-Programm stecken, bis hin zu dem Glauben, wir müssten die Kinder vor Papas Eingreifen, vor seiner vermeintlichen Unsensibilität, Wildheit, Kraft und Entschiedenheit schützen. Jungen brauchen ihren Papa als Rollenmodell. Wenn wir Mamas ihm allen Saft entziehen, können Jungs in die Extreme tendieren, werden auch saft- und kraftlos oder zu Machos.

Erkennt ihr eure Söhne in dem wieder, was ich geschrieben habe? Mögt ihr sie trotzdem oder gerade deshalb? Was liebt ihr besonders an euren Jungen? Warum seid ihr dankbar, einen Sohn zu haben?
Unter allen, die mir zu diesen Fragen einen Kommentar schreiben, verlose ich jeweils ein Exemplar meiner Bücher „Doch! Erziehen kann leicht sein“ und „Fibel der Gelassenheit“ (Einsendeschluss: Sonntag, 2. Advent, Mitternacht).
Ich danke „meinem“ Verlag Ellert&Richter für die Verlosungs-Exemplare!
Und bitte schreibt mir, welches der beiden Bücher ihr gewinnen möchtet.
Immer fröhlich die weibliche und die männliche Energie in unserem Leben willkommen heißen,
eure Uta
Quellen u.a.:
1 Allan Guggenbühl: Die Schule – ein weibliches Biotop? Psychologische Hintergründe der Schulprobleme von Jungen. In Michael Metzger; Wolfgang Tischler (Hg): Handbuch Jungen-Pädagogik. Weinheim und Basel, Seite 152
2 Vera F. Birkenbihl: Jungen und Mädchen: wie sie lernen. Regensburg 2001, Seite 27
3 Louann Brizendine: Das männliche Gehirn. Hamburg 2010

  • Da hüpfe ich doch gerne in den Lostopf…
    Wir haben hier einen Vierjährigen, der beides kann.
    Kuscheln und sich mit Prinzessinnenkleidern der großen Schwester verkleiden einerseits
    und sich als Ninja mit Freuden auf das kämpfende Knäuel seiner Freunde werfen andererseits.
    Wir lieben ihn natürlich für beide Seiten!

  • Oh ja, ich erkenne meine Söhne wieder! Und so mancher Absatz hat mir die Augen geöffnet. Habe den Text auch direkt an die Jungsmamas in meinem Familien- und Freundeskreis weitergeleitet!
    Ich bin unter Mädchen aufgewachsen, da war vieles einfach komplett anders, und ich lerne immer wieder dazu. Danke, dass Du immer mal über Jungs schreibst, das hilft mir sehr, sie besser zu verstehen.
    Liebe Grüße

  • Wie spannend! Unserer ist erst 2, aber ist gerade in der Bagger Phase ? Wie ich jetzt weiß, eine von vielen.
    Kenne jetzt diverse Baggertypen und wie langweilig wäre es, wenn ich alle Pferderassen lernen müsste ??

  • Auch ich hab einen 4-Jährigen, der seit der Geburt der kleinen Schwester begeisterte Puppenmama (darauf legt er wert ;-)) ist und gleichzeitig alles über Züge und Traktoren weiß, was man wissen kann. Auch den großen Bewegungsdrang kann ich absolut bestätigen.
    Ich liebe ihn natürlich für beide Seiten: Mir geht das Herz auf, wenn er ganz zärtlich die Pupe liebkost und ich mich darin wiedererkenne mit dem Baby. Genauso stolz bin ich, wenn er mit dem Onkel oder Opa ein Sachbuch anschaut und den Großen erklärt, was der Papa ihm vorher erklärt hat.
    Ich bin Förderschullehrerin und war ob der einschlägigen teils extremen Erfahrungen mir tatsächlich unsicher, ob ich eine gute Jungen-Mama sein könnte. Mein Sohn hat mich so viel über mich und die Erwartungshaltung der Gesellschaft und auch für den Wiedereinstieg ins Schulleben gelehrt und ich bin sooo unendlich dankbar, ihn zu haben.
    Über die Fibel der Gelassenheit würde ich mich sehr freuen, davon fehlt mir hier ab und an ein ganzes Stück, was den Alltag unnötig erschwert.

  • Ja, ich erkenne ihn teilweise – das macht mich nachdenklich… sich bewegen ist nicht so seins… Aber einen Sohn zu haben, ist toll, eben weil er so anders ist als ich und ich glaube, daher auch gelassener mit seiner kleinen Schwester umgehen zu können, für die er ein riesen Vorbild ist, auch was Ninjago etc. angeht, aber sie erstaunlich mädchenhaft sein kann – und das auch einfordert.

  • Hallo Uta!
    Du beschreibst Jungen und ihre Bedürfnisse sehr genau. Ich habe zwei Jungs – der ältere war immer eher sanft und hat sein eigenes Ding gemacht. Ihm war es nicht wichtig, dass alle Star Wars toll fanden. Er wollte trotzdem keine Pullis mit Darth Vader oder Sammelkarten oder Lego Todessterne. Er hat bereits ind er 3. Klasse dafür gekämpft, dass ein Schulsanitätsdienst an der Schule eingerichtet wird und als er auf Granit biss, hat er eben selbst den „Pausendoktor“ gemacht. (So haben ihn die anderen Kinder genannt.) Die Blaulichtphase hält seit 9 Jahren an und er ist inzwischen ganz offizieller Schulsanitäter. Gegen seinen kleinen Bruder teilt er aber heftig aus, seit dessen „Welpenschutz“ vorbei ist.
    Der Kleine könnte für deine Beschreibungen Pate gestanden haben. Er ist wild – sofern er darf. In der Schule darf er nicht, also ist er es doppelt zu Hause. Das ist anstrengend, auch für ihn, weil er damit oft meine Grenzen überschreitet.
    Er hat sogar noch ein Jahr nachdem der „Chef“ den Kindergarten Richtung Schule verlassen hatte, dessen Meinung vertreten („Der R… hat das immer so gemacht, der würde jetzt jenes sagen,…“) und dieses Auskämpfen der Rangfolge war schon immer ein Thema. Er hat in seiner Klasse wenig Anschluss, weil er zur Clique der „Anführer“ gehören will, die ihn aber nicht wollen. Alle anderen 18 Kinder sind ihm schnuppe. er leidet lieber oder freut sich wie Bolle, wenn er doch mal mitspielen darf 😉
    Die Star Wars T-Shirts, die sein Bruder unbeachtet gelassen hat, zieht er nicht mehr aus. Seine Interessen sind im Vergleich zum Großen aber eher kurzlebig und auch weniger intensiv. Die Fußballsammelbildchen durfte ich nach der verhunzten WM alle wegschmeißen, sogar noch die alten von der EM. Nur an die Comics dürfte ich niemals ran. Und den großen Ohnezahn würde er auch nicht hergeben.
    Ich liebe NATÜRLICH alle beide. Den einen besonders für seine Beharrlichkeit, an einem Thema zu bleiben, dafür auch viel Freizeit zu „opfern“, und für sein Expertenwissen, das er auch gerne teilt. Den anderen für seinen Langmut und Fähigkeit, sich von der Abweisung durch seine Kumpels nicht abschrecken zu lassen und seinen Flow beim Legobauen.
    Und für noch ganz viel mehr.
    Es grüßt die SteffiFee

    • … und du beschreibst deine Jungs sehr genau und anschaulich. Ich bin sehr beeindruckt von dem „Pausendoktor“. Da scheint es ja eine starke Neigung zu geben. Sind die Eltern Ärzte oder kommt das aus den eigenen Klinik-Erfahrungen? Und wie beharrlich er sich dafür eingesetzt hat! Chapeau! Sind Kinder nicht toll?
      Hüpfst du auch in den Los-Topf oder hast du schon alle Weihnachtsgeschenke? LG Uta

      • Schreibende Biologin und was mit Internet .. keine Ärzte 😉
        Ich habe deinen tollen Bücher ja bereits, die dürfen dann die anderen gewinnen . LG

  • Danke für deine klugen Sätze, ich erkenne meinen Sohn sehr darin wieder. Er ist gerade in der „Star Wars-Quartett-Phase“, jeden Nachmittag darf ich das mit ihm spielen, die Karten sind schon ganz abgegriffen aber er liebt es einfach 🙂 Und auch da geht es ums Messen: Yoda hat Yedi-Power 100, Obi Wan Kenobi nur 75.
    Besonders gefällt mir, wie du schreibst, dass es ein Beziehungsangebot und Beweis von Nähe ist, wenn unsere Jungs uns ihre Sammlungen und Interessen zeigen. Und das wir mit einem „Was fühlst du gerade?“ oft tatsächlich nicht weiterkommen.
    Liebe Uta, ich besitze deine wundervollen Bücher schon und bin daher aus der Lostrommel raus. Meinen Mit-Kommentierern wünsche ich viel Glück und Freude beim Lesen.
    Liebe Grüße,
    Christina

    • Wow, da wirst du ja zur Star-Wars-Expertin! Das mit den Punktzahlen ist von den Herstellern geschickt gemacht. Da fahren Jungen total drauf ab. Herzliche Grüße, Uta

  • Vielen Dank für diesen Artikel. Ich nehme gern an der Verlosung teil. Mein Sohn ist erst 15 Monate alt. Dennoch stelle ich schon andere Neigungen fest als bei der großen Schwester (7 Jahre). Er liebt alles mit Rädern und läuft zum Fenster wenn er die Müllabfuhr hört. Seine Schwester hat in dem Alter schon immer ihre Puppe gefüttert. Ich bilde mir ein beiden Kindern die gleichen Bedingungen zu geben. Und er hat ja auch noch die Schwester als Vorbild die nach wie vor die Puppen Mama ist. Und dennoch hat er eben seine eigenen männlichen Interessen. Wild und bewegungsfreudig sind sie übrigens beide ?.

  • Ich erkennen klar meinen Jungen wieder… und ich wuerde gerne di Fibel der Gelassenheit haben. Dein anderes Buch habe ich schon und es hat mir sehr gut gefallen!

  • Als Mutter von drei erwachsenen Söhnen und als Erziehungsberaterin erkenne ich Deine Beschreibungen als wertvoll und zutreffend an.
    Für meine Arbeit würde ich gerne eins Deiner Bücher zum Weiterempfehlen gewinnen.
    Zum Abschluss noch eine kleine Anekdote. Mein ältester, damals 3 Jahre alt, fährt ausdauernd mit seinem neuen Puppenwagen (mein alter Puppenstubenwagen, von mir neu ausstaffiert) über unsere Wiese. Ich, freudig, dass er sein Spielzeug einweiht: „Fährst Du Deine Puppe spazieren ?“ Er, mit Unverständnis über meine Fehleinschätzung: “ Ich mähe Rasen!“
    Liebe Grüße,
    Heidi

  • Ich hab zwei Mädchen… daher fehlt mir der Vergleich. Aber auch wenn ich mir bei der Großen eingebildet habe, “neutral“ zu erziehen, hat sie ihre Puppe schon als Kleinkind geliebt und Boote, Autos und ähnliches blieb liegen. Noch dazu leben wir halt nicht in einer Blase, und die Umwelt erzieht mit. Spannend, das auch mal von “der anderen“ Geschlechterseite zu betrachten. (Und ich würde mich für “Doch!“ entscheiden, Gelassenheit hat hier eh keine Chance)

  • Oh Uta,
    die Fibel der Gelassenheit würde mir gerade gelegen kommen.
    Bevor ich Kinder bekommen habe, wollte ich immer Jungs. Wenigstens einen als großen Bruder. Hab ich auch bekommen. Zwei.
    Dann dachte ich, ich wäre eine super Jungs-Mama. Dann fing das an mit dem Hauen und wild sein und Geräusche machen. Dann erinnerte ich mich an meinen kleinen Bruder, der mich mit seinen „Jungsgeräuschen“ wahnsinnig gemacht hat. Und so ist es auch mit meinen Kindern. Ich bin fasziniert davon, wie gut mein Großer Geräusche imitieren kann. Dann macht er wieder welche, die mich echt wahnsinnig machen.
    Jetzt ist er in der Schule und ich werde mit allen möglichen und unmöglichen Problemen konfrontiert. Mir fällt es da echt nicht leicht, das Jungssein positiv zu sehen. Ich gewähre Freiräume (spielen, spielen, spielen (nicht zu verwechseln mit zocken), Rausgehen, toben), finde es aber unglaublich anstrengend, den Erwartungen der Schule dabei auch noch gerecht zu werden. Wir arbeiten nach dem Minimalprinzip… naja. Jedenfalls fühle ich mich momentan eher wie ein Mama-Monster, als wie Supermom.
    Mein Kleiner ist gerade 5 geworden und das Alter zwischen 4 und 5 fand ich besonders fordernd. Bei beiden. Aber jetzt ist es wieder toll. Und er ist auch anders. Viel ausgeglichener und kommunikativer. Das macht es mir schon leichter.
    Ja die männlichen Energien hier im Haus sind mir meist zu heftig – so dass mir das schwer fällt anzunehmen. Muss ich wohl mal auf meine Einstellung achten.
    Danke für den Artikel. Es braucht Menschen, die sich für die Anerkennung unserer wilden Jungs in Kindergarten und Schule einsetzen!!
    Viele Grüße,
    Marie

    • Liebe Marie, dein Minimal-Prinzip finde ich prima. In Wahrheit ist es ein Maximal-Prinzip. Maximal wertvoll. Viel Bewegung, viel Draußen-Sein, Toben, dazu Geborgenheit und Nähe. Und in ein paar Jahren wirst du dir die Augen reiben und feststellen, dass sie wunderbar lesen und schreiben und jede Menge mehr gelernt haben. Quasi nebenher. Hauptsache es gibt ein – oder besser noch – zwei Menschen, die nie den Glauben an sie verlieren.
      Bildung feiern, Vorlesen, Theater, Malen, Musik,Tanzen in der Küche … die Jungs anhalten, in der Schule ihren Job zu machen, aber nie das Ganze zu ernst und wichtig zu nehmen.
      Danke für deine ehrliche Schilderung und herzliche Grüße, Uta

  • Liebe Uta,
    gerade komme ich aus dem Kino aus „Elternschule“, den ich mir nur angeschaut habe, weil du in deinem Blog davon geschrieben hast.
    Und mir ist wieder klar geworden, dass man Jungs und Mädchen oft überbehütet… ich habe gerade das Gefühl, dass ich zum Glück gut Grenzen setzen kann. Das ist für Jungs und Mädchen ja gleichermaßen wichtig und für uns Eltern auch.
    Und vieleicht halte ich mich manchmal für den besseren Elternteil,
    was ich aber definitv nicht bin.
    Vielen Dank für deine anregenden Blogeinträge!
    Gerne hüpfe ich auch in den Lostopf,
    Eleonore

  • Hallo, ich habe eine Tochter aber den Artikel trotzdem mit Interesse gelesen. Freue mich immer wenn es einen neuen Artikel gibt. Ihre Sicht auf die Dinge regt oft zum Nachdenken an und ändert den Blickwinkel. Vielen Dank für manche Aha-Momente. Ich würde mich sehr über das „Doch! Erziehung kann einfach sein“ Buch freuen.
    Liebe Grüße
    Berit

  • Danke! Mädchen und Jungen sind gleichberechtigt und ohne Frage gleichwertig, aber eben nicht gleich.
    Manchmal erschreckt es mich, wie sehr alles gegendert wird. Dass man vor allem den Kindern damit nicht unbedingt gerecht wird, ist nicht so leicht auszusprechen, weil es sonst sofort heißt, man würde veraltete Rollenbilder weiterführen. Danke für diese differenzierte und belegte Erklärung.
    Ich bleibe bei der Verlosung außen vor und wünsche den anderen Teilnehmern viel Glück! 😉
    Gruß
    Nelli

  • Liebe Uta,
    was mich an Deinem Text fasziniert?! Ich habe hier zwei komplett verschiedene Söhne und doch erkenne ich beide wieder. Unglaublich.
    Der Große ist unser Elfenjunge, hat einen starken Hang zu Intensivphasen und ist 150prozentig, alles andere liegt dann brach. Dank einer guten Nachbarsfreundin hatten wir eine intensive Elfen-Phase, die in rosa Kleidern mündete. Als sie abebbte, gab es nichts Faszinierenderes als Pupse inkl. einer eigens angelegten Wortliste für Synonyme und einer Rangliste der Best Furz Ever. Mit Schulstart haben wir erlebt, was Vergleich ausmacht. Unsere Elfe ist nie ein Fussballer gewesen, in der Schule spielten plötzlich alle. Sein Ausweg, erst Schiedsrichter und die diebische Freude, auch den besten auspfeifen zu dürfen und nun völlige Ignoranz. Jetzt haben wir einen Fechter, der dort all seine Energie hineinsteckt und jedem, der es nicht hören will erzählt, wie doof er Fussball findet…
    Und wir haben dazu einen Bruder, der völlig versinken kann im Eisenbahnbau, der aber auch zornig sein kann wie nichts Gutes, wenn sein Gerechtigkeitsempfinden getroffen wurde. Ein Junge, der ganz „klar“ weiß, was Mädchenkram ist, der ganz charmant macht, was er will, der nicht mal für das Muttertagsgeschenk im Kindergarten den Basteltisch streift, der laut ist, ein echtes Raubein und so kuschelig und anlehnungsbedürftig, wenn niemand zuschaut.
    Und dann stehen beide mit ihren weißen Hemden vor dem Chorleiter, stehen still, singen mit und sind berührt vom Text, weil vor ihnen ein Mann steht, den sie als Alphawolf akzeptiert haben. Und in der gleichen Woche höre ich von der Musiklehrerin, dass das große Kind Probleme mit dem Stillsitzen hat und nicht mitsingt…..
    Du siehst, ich bin völlig fasziniert von diesen Jungs. Und wenn das Vater-Söhne-Trio loslegt oft auf verlassenem Posten. Und dann lade ich zum AlphabetRülpsWettbewerb ein und … gewinne, gewinne den herzerweichenden Kommentar des Kleinen „Mama, für ein Mädchen war das echt cool, aber Rülpser wirken im Kleid nich soo gut.“ Alles klar…
    Und während ich das schreibe, hat irgendjemand seine Spielzeugwaffe – von der ich noch vor Jahren geschworen hätte, niemals mit ihr zusammen zu wohnen – neben mir fallen gelassen…
    Jungs sind toll! Dein Text bitte als Pflichtlektüre für alle Grundschullehrerinnen…
    Saluti, das Hansekind
    P.S.: Ich würde gern in der Gelassenheitsfiebel blättern….

    • Danke für diesen Kommentar! Ich bin berührt, musste schmunzeln und bin fasziniert von dem Chorleiter. Wenn jemand liebevoll führen kann, ist das so wertvoll.
      Und wie unterschiedlich es von Junge zu Junge auch wieder ist. Toll, dass du aus eurer Familie so lebensnah berichtet hast. Herzliche Grüße, Uta
      PS: Wie sagten meine Coaching-Trainer: „Jeder Junge ist ein Held in Ausbildung.“

  • Unser Sohn ist beides: ein „richtiger Junge“, der stundenlang toben kann und trotzdem nicht müde wird, der unablässig Geräusche von sich gibt, wenn er mit seinem Lego spielt, der es liebt, mit seinem Papa zu kämpfen, egal, wieviele blaue Flecken beide davontragen und der (noch) ein absolutes Mamakuschelkind ist. Auf der anderen Seite ist er wunderschön „innerlich weich“, liebt alle kleinen Tiere, weint vor Rührung, wenn er ein eingkuscheltes Eichhörnchenbaby sieht, zieht unheimlich gern kuschelige Sachen an und verkleider sich gemeinsam mit seiner Schwester und deren Freundin als Prinzessin. Dafür haben wir auch eine Tochter, deren beste Freunde 3 Jungs sind, die in der Schule freiwillig an einem reinen Jungengruppentisch sitzt, die stundenlang Bücher von den drei ??? liest, die die Klamotten von Engelbert-Strauss liebt, die aber auch unermüdlich mit ihrer Puppe spielt, total gerne mit kleinen Kindern agiert und mit der man sich über ganz viele Dinge wirklich unterhalten und diskutieren kann.
    Ich liebe sie beide und bin froh, dass sie beide keine typischen Junge/Mädchen sind, sondern das in sich haben und ausleben, was sie fühlen und brauchen.
    Bei der Verlosung bin ich gern dabei, kann mich aber nicht wirklich für eins der Bücher entscheiden, weil ich sie beide sehr interessant finde. Falls ich tatsächlich gewinnen sollte, lasse ich mich einfach überraschen (oder nehme das, was am besten für das Alter unserer Kinder (7 und 9) passt.)
    Liebe Grüße
    Dana

  • Danke für diesen Text, liebe Uta! Nachdem ich nun mit dem 4. Sohn in die Teenie-Phase gestartet bin, entdecke ich da alle meine Söhne in den verschiedensten Ausprägungen. Da ich mich anfangs für eine „Mädchen-Mutter“ hielt, habe ich mich schon beim ersten Kind (der 1. Sohn…) mit Jungs auseinandergesetzt und Bücher dazu gelesen. Am schwersten war es, die Rangeleien auszuhalten. In der Grundschule habe ich dafür gekämpft, dass Schrauben und Nägel gezählt bzw. ausgemalt werden durften (Schleifen, Blümchen etc. gaben die Arbeitsblätter bis dato her). Ich habe hier Star Wars-Kenner, Harry Potter-Fans, Maschinenliebhaber, die sich einer nach dem andern zu verantwortungsbewußten Männern entwickeln. Wichtig war und ist für uns, dass wir ihnen immer etwas zugemutet und zugetraut haben (das brauchen Jungs sehr!) Danke fürs Erklären, warum die Computerspiele so faszinierend sind. Da steh ich teilweise immer noch kopfschüttelnd daneben.
    In die Falle, „das bessere Elternteil“ zu sein, bin ich oft getappt. Dabei brauchen die Jungs einen Mann, an dem sie sich reiben und an dem sie wachsen. Ich bin inzwischen an jedem weiteren Mann froh, der neben meinem Mann unsere Jungs auf ihrem Weg begleitet.
    Und da mir oft in meinem Haushalt die Gelassenheit fehlt, könnte ich vermutlich die Fibel dazu gut gebrauchen.
    Liebe Grüße
    Ines

  • Liebe Uta
    Ich erkenne in Deinen Beschreibungen meine Tochter. Jaaa, aaaber… Auch meinen Neffen(Sohn habe ich keinen).
    Beide sind zehn Jahre alt und jede(r) auf die eigene Weise untypisch Junge und Mädchen. Er kein Haudrauf, sie keine Prinzessin. Trotzdem auch mit typischen Interessen des jeweiligen Geburtsgeschlechts.
    Ich denke, durch diese Kreuzung der Eigenschaften und Interessen verstehen sich die beiden jedes Mal super, wenn sie sich sehen und können sich stundenlang miteinander beschäftigen.
    Danke noch für die Katzenklo-Beiträge. Ich warte immer gespannt auf den nächsten.
    Herzliche Grüsse
    Silke
    P.S.: Die „Fibel der Gelassenheit“ habe ich schon verschlungen. Über “Doch!“ würde ich mich noch freuen.

  • Liebe Uta,
    auch hier wohnt kein „typischer“ Junge. Fussball=uninteressant, diese ganze körperliche Kräftemessen mit anderen Jungs genauso. Im Kindergarten war er dadurch bei den anderen Jungs oft aussen vor, er hat dann halt einfach mit den Mädchen gespielt. In der Schule hat er nun Freunde gefunden die so ticken wie er, eher in der Fantasiewelt versinken, und seit ca. 1 Jahr natürlich Zocken. Aber auch Theater spielt er mit Leidenschaft. Er ist ein sehr sanfter und lieber Junge und zum Glück bei seinen Lehrern sehr beliebt.
    Seit knapp 10 Monaten hat er nun eine kleine Schwester. Die ist jetzt schon wilder als er jemals war ;o) und er der süsseste grosse Bruder der Welt <3.
    Ich würde mich über das Exemplar von "Doch!…" sehr freuen.
    Liebe Grüsse und noch eine schöne Adventzeit
    Kate

  • Mein Junge ist toll, er kann mit 5 immer noch mit roten Zehennägeln einen erbittterten Unihokeymatch gegen seinen Vater bestreiten.
    über die Fibel der Gelassenheit würde ich mich freuen.

  • Hallo! Ich habe 2 Mädels, den Artikel aber mit großem Interesse gelesen. Selber unter Frauen aufgewachsen, habe ich immer ein bisschen Angst davor gehabt, selbst Jungen erziehen zu „müssen“. Bei einer Freundin staune ich immer wieder über diese doch andere Welt, auch wenn meine Mädchen weit weg von den Klischees sind. Lachen musste ich beim Bild des Kronprinzen, weil meine 2-Jährige diese Gerüste liebt und genau so oben stehen würde (wenn ich sie lassen würde, da ist mir ihr Mut dann doch noch etwas ungeheuer).
    Allen Kindern alle Wege zu zeigen, sie in ihren Eigenheiten zu sehen und zu versuchen, gesellschaftliche Klischees und Rollenzuschreibungen zu durchbrechen ist ein echter Balanceakt. Danke für Deine immer wieder erhellenden Artikel!

  • Liebe Uta,
    ich habe ganz gespannt Deinen Artikel gelesen, „obwohl“ ich ja zwei Mädchen habe.
    Dass man es mit dem „geschlechtsneutralen“ Erziehen auch übertreiben kann, habe ich am eigenen Leib bemerkt, als meine Tochter (damals 5) zum Ballett gehen wollte und ich mich tatsächlich gefragt habe, ob ich das so „klischeemäßig erlauben“ kann oder ob es nicht besser wäre sie zum Fußball zu geben. Total bescheuert.
    Inzwischen habe ich verstanden, dass es darum geht in erster Linie das KIND und dann erst das Geschlecht zu sehen.
    Ich würde mich über die „Fibel der Gelassenheit“ freuen – irgendwie habe ich davon immer noch sehr viel weniger, als ich gern hätte.
    LG, Bianca

  • Liebe Uta
    als seit Jahren stille Leserin melde ich mich nun doch auch.
    Unsere beiden Jungs (5. + 6. Klasse) sind in einigen Dingen „typische“ Jungs – und in anderen wieder komplett nicht. Ich denke, dies geht wohl den meisten so. Auch bei uns wird gezockt, was das Zeug hält. Seit wir – auf ihre Anregung wieder mal – die Regeln geändert haben, spielen sie nur noch am Wochenende, und unter der Woche ist es deutlich ruhiger geworden. Seither finden sie sogar Zeit zum Lesen oder Lego spielen (natürlich Fortnite-Nachbauen :-)).
    Unser Jüngerer kann zudem problemlos Gesellschaftsspiele alleine mit 4 Figuren spielen (die heissen dann je nach Phase Ohnezahn/Hicks etc. oder aber Kay/Jay/Cole/Zane…)
    Unserer Grosser hat sich mit 5 einen KiGa-Rucksack ausgewählt, der war hellgrün mit pink, rosa und Glitzer-Schmetterlingen. Die Kommentare der anderen haben ihn so lange nicht gestört, wie er selbst noch in der Rosa-Phase war. Kurz vor den Frühlingsferien war die vorbei, und da wollte er den Rucksack von einem Tag auf den anderen nicht mehr tragen. 🙂
    Ich hüpfe gerne auch in den Lostopf, falls du auch in die Schweiz versenden würdest.
    Liebe Grüsse
    Barbara

  • Ständiger Bewegungsdrang,ja!
    Fixierung auf ein einziges Thema, ja, teils über Jahre!
    Rangordnung checken, Sich-Messen, Der-Beste-Tollste-Sein-Wollen, ja ja ja!
    Und er ist grad mal fünf 😀

  • ‚Doch, erziehen kann einfach sein‘ ist mein Buchwunsch.
    Und ja, ich tappe auch in die ‚bessere Elternteil‘ Falle…
    Mein Sohn ist 7 und als mittleres Kind zwischen der vernünftigen großen und der niedlichen kleinen Schwester manchmal geradezu gezwungen, der laute, zappelige, Nervenkiller zu sein.
    Danke für den Denkanstoß und für die vielen, vielen anderen aus diesem wunderschönen, lehrreichen, auf den Teppich bringenden blog.

  • Liebe Uta,
    wieder ein Artikel, den ich am liebsten ausdrucken und an die Wand hängen möchte, um mich ständig zu erinnern, dass mein Großer einfach nicht anders kann 😉
    Bis meine Jungs auf die Welt kamen, war mir trotz zweier Brüder, nie richtig bewusst wie anders Jungs ticken. Trotzdem liebe ich die beiden über alles, vielleicht auch gerade deshalb.
    Auch ich bin in die „besseres Elternteil“-Falle getappt und werde deinen Rat beherzigen, auch wenn es mich viel Überwindung kosten wird, zuzuschauen, wie mein sensibles Kind den Tränen nahe ist, wenn Papa ihn auf seine Männer-Art rügt.
    Gerne nehme ich an deiner Verlosung teil und würde mich über das „Doch!“ Buch freuen.
    LG, Enat

  • Hallo Uta!
    Mein 4 1/2-jähriger kann sich unheimlich stark für Sachen begeistern und lebt dann in dieser Welt! Im Moment sind es die Drachen! Ich wünsche mir ein Exemplar von: „Doch! Erziehen kann einfach sein!“
    Liebe Grüße,
    Meike

  • Danke liebe Ute für die Erinnerung daran, dass es unsere Jungs manchmal schwer haben in unsere „modernen“ Welt…und auch manchmal die Papas 😉
    Meine Jungs haben mich wieder zudem zurückgeführt was mir/uns gut tut: tägliches Naturerleben, Bewegung, frische Luft aber auch gemeinsame Ruhephasen…
    Ich würde mich über das. Buch „Doch! Erziehen kann leicht sein“ freuen.
    Lieben Gruß
    Tine

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    Uta


    Ich arbeite als Eltern-Coach, Buchautorin und Journalistin, bin Ehefrau und Mama (ein Sohn, eine Tochter) und kann es nicht lassen, dem Familien-Glück auf die Spur zu kommen. Ich forsche in Büchern, spreche mit Experten und teste alle Erkenntnisse in der Praxis. Nur was mich überzeugt, weil es das Leben mit Kindern wirklich erfüllender macht, schafft es auf diese Seite.

    Deine, Uta

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