Morgenkreis und Buch-Verlosung, Folge 8 

 22/03/2020

Ein Buch und einen Tipp hätte ich noch. Also auf zum achten und letzten Verlosungs-Beitrag in Folge!

Im Moment gehen die Tage so ineinander über. Empfindet ihr das auch so? Bald wird ein Wochenende kaum mehr von einem Werktag zu unterscheiden sein. Morgen aber startet die neue Woche und da könnte eine weitere Idee von Anke hilfreich sein, die Anke, die jeden Morgen mit ihren Kindern barfuß im Frühtau auf dem Rasen tanzt.

Um den Tag mit ihren vier Kindern zu strukturieren, hat sie sich überlegt: Wie machen die Erzieherinnen das in der Kita? Es gibt einen Morgenkreis, es gibt ein zweites Frühstück, Mittagsruhe, Draußenzeit, Bastelrunde, Freispiel … Meistens läuft jeder Tag ungefähr gleich ab. Denn Rituale geben den Kindern Sicherheit (Wann könnten sie das mehr gebrauchen als jetzt?) und den Erwachsenen eine Struktur, die sich leichter mit Leben füllen lässt, als wenn man einfach in den Tag hineinlebt. 

Warum sich deshalb nicht heute Abend hinsetzen und überlegen:

Welche Rituale könnte ich einführen? Was könnte uns Halt geben in dieser Zeit? Was können wir uns abgucken von den Kitas, Vorschulen oder Grundschulen, in denen die Kinder sonst sind?

Ich denke, ein Morgenkreis lässt sich gut zu Hause einführen, eine Runde auf dem Wohnzimmerteppich zum Beispiel. Jeder erzählt, ob er oder sie gut geschlafen hat, verrückte Träume, neue Spielideen und wer heute Lust hat, ein Bild für Opa zu malen oder ein Dankeschön für die Tante, die als Ärztin gerade Sonderschichten macht. Dann vielleicht eine Vorlese-Geschichte oder zusammen singen. Schließlich könnte jeder aus einer Schale einen Zettel mit einer Haushalts-Aufgabe für den Tag ziehen und alle zusammen die nächsten Stunden planen. 

Papa und Tochter sind bereit zum Morgenkreis. Wo bleiben die anderen? Foto von Gustavo Fring von Pexels

Das Buch „Ella auf Klassenfahrt“ hat Björn gewonnen. Herzlichen Glückwunsch! Bitte maile mir deine Adresse für den Postversand. 

Heute könnt ihr euer Glück bei dem kleinen Band „Im Frühling“ aus der Reihe „Brombeerhag“ von Jill Barklem versuchen. Eine Mäusefamilie, die in einem hohlen Baumstamm wohnt, führt ein behagliches Leben in der Natur. Ich liebe die Zeichnungen voller zauberhafter Details. Auf jedem Bild sind geschätzt 100 Sachen zu entdecken. 

Das empfohlene Lese-Alter ist vier bis sechs Jahre.

In den Lostopf schafft es, wer mir bis übermorgen Dienstag, 25. März, bis 24 Uhr geschrieben hat, welche Familien-Rituale euch gerade Trost und Sicherheit spenden.

Vielen Dank, liebe Anke, für deine beiden praxis-erprobten Tipps!

Immer fröhlich bleiben, 

eure Uta 

  • Oh, was für ein schönes Buch. Da versuch ich doch mein Glück.
    Wir haben einen kleinen Tagesplan mit runden Klebchensymbolen gebastelt. Aufstehen, Anziehen, Frühstück, Mittag, Abendbrot und Bettzeit klebe ich auf und meine 4jährige Tochter kann die restliche Zeit für sich planen und aufkleben. Puzzeln, malen, draußen spielen, Bücher anschauen, tonies hören, kneten, kuscheln, Fernsehen. Das klappt ganz gut. Bleib schön gesund und liebe Grüße

    • @Berit: Die Uhr ist eine tolle Idee
      Uns gibt gerade halt, dass wir nicht so sehr von unseren normalen Zeiten abweichen. Die Kinder werden halb sieben/ sieben wach und spielen etwas. Der Mann duscht, ich mache Sonnengruß, dann gibt es Frühstück. Um 10 Uhr einen Snack, Speilzeit, um 12.30 Uhr gibt es Mittagessen und spätestens danach geht’s raus in den Garten, Radfahren, spazieren. Danach eine Runde TV, Snack um 15 Uhr, spielen, 18 Uhr Abendbrot, 19 Uhr Bett. Sie kennen das so und wir weichen davon jetzt nicht ab. Sobald sie schlafen, dusche ich und meditiere und verbringe danach Zeit mit meinem Mann. Wir lesen gemeinsam die Nachrichten des Tages, dann können wir gleich darüber reden. Manchmal gucken wir eine Serie zusammen oder jeder macht etwas für sich.

  • Wir essen zusammen. Ich arbeite von daheim und Mann und Kind 3,5 machen es sich schön in den Zwangsferien…Oder nerven mich ??
    Das ist uns wichtig, das gemeinsame Essen. Jetzt können wir es genießen und nicht nur am Wochenende oder Abends. Ausserdem das Kind gemeinsam abends ins Bett bringen. Das gibt uns Halt und einen Rahmen.
    Liebe Grüße
    Maja

  • Guten Morgen Uta,
    Wir haben eine Mittagsruhe eingeführt in dem der Dreijährige einschläft und ich mit dem Sechsjährigen male. Derzeit sind die Bilder von Dieter Braun unser Favorit. Mich beruhigt das Ausmalen selbst sogar. Ich würde mich sehr über das Buch freuen. Bleib gesund! Anna

    • Oh was für ein schönes Buch! ?
      Bei uns sind die Mahlzeiten das “Grundgerüst” der Tagesstruktur. Mittags essen wir im Garten und bleiben dann meistens eine Weile draußen. Dann gibt es noch den abendlichen Anruf der Oma, die ein Kapitel aus einem Buch vorliest und wir schicken unseren engsten Freunden Voice Messages – die Kinder erzählen sich gegenseitig vom Tag. Das mag ich gerne und wir machen das sonst nie ?
      Der Rest der Zeit fließt ganz von selbst – das Kind (zum Glück noch kein Schulkind) und ich fühlen uns so frei wie nie.
      Ein Anti-Ritual gibt es für mich: keine Nachrichten lesen mehr – nur grob das Nötigste überfliegen.

  • Liebe Uta,
    nachdem wir irgendwann mal die Geschichten von Familie Maus von Kazuo Iwamura gelesen haben, erfinden meine Kinder Mausegeschichten und Dein Buch hat so hübsche Bilder, die beiden würden sich ganz sicher sehr darüber freuen, kleine Details zu entdecken.
    Liebe Grüße, alles Gute für Dich und Deine Lieben in dieser angespannten Zeit,
    Danny

  • Meine Drillinge sind in der 1. Klasse und ich fange um 9 Uhr mit dem „Unterricht“ an. Mathe, Deutsch, Englisch (Peppa Pig gucken 😉 ) Ich stelle fest dass uns die schulfreie Zeit richtig gut tut. Über das Buch würden sich nicht nur die Kinder sondern auch die Mama freuen!

  • Hallo Uta, ich bin schon immer ein sehr strukturierter Mensch, der selbst Tagesrituale braucht. Seit die Kinder auf der Welt sind, habe ich immer versucht, einen guten Rhythmus zu finden. In der letzten Woche habe ich einen schönen Tagesplan für uns und diese merkwürdige Zeit gefunden. Morgens ganz lange Kuscheln, Anziehen,Frühstücken, unsere Große macht Hausaufgaben, Spielzeit und Hausarbeitszeit, dann zusammen Essen kochen, Mittagspause, Spielzeit, Obst oder Kuchensnack, Lesezeit und dann Abendprogramm mit Abendbrot und Bettfein machen. In der Spielzeit probieren wir Sachen aus, die wir schon lange machen wollten, aber nie Zeit dafür hatten. Nur am Wochenende wird noch in den Tag gelebt. Das Tagesprogramm hilft uns, nicht so in der Luft zu hängen wie mit vielen anderen Sachen zur Zeit. Liebe Grüße Domi

  • Hallo Uta, wir gehen zu den üblichen Zeiten ins Bett und schlafen früh auch nicht so lange, um noch einen Unterschied zum Wochenende zu haben. Gemeinsame Mahlzeiten geben Struktur und jeder von uns macht ein bisschen was für den Haushalt, z.B. mal die Schublade mit den Bastelsachen ausmisten. Abends räumen wir alle 10 Minuten zusammen auf – das bringt für uns auch ein Stück Klarheit. Liebe Grüße, Nadine

  • Ich wurde auf Instagram von der Sängerin Pink geinfluenced: Sie hat einen Tagesplan für sich und die Kids entworfen, welchen wir übernommen haben und für unsere Bedürfnisse angepasst haben. Abends erstellen wir gemeinsam den Plan für den nächsten Tag (Was kochen wir?, was machen wir kreatives? Wann gehen wir uns an die Luft austoben?…) und dann schauen wir tagsüber immer mal wieder und freuen uns über den nächsten „Programmpunkt“, das macht Spaß und gibt unseren Tagen einen Rahmen.

  • Wir haben auch sonst einen recht strukturierten Tag. Unter der Woche stehen wir früh auf, gemeinsam Frühstück und fertig machen und wenn alles aufgeräumt ist fangen mein Mann und ich an zu arbeiten. Die Kinder malen und basteln an ihrem Schreibtisch. Das funktioniert ganz gut. Dann mittag und Ruhestunde, dann Bewegung. Wir sind aktuell recht zufrieden.

  • Liebe Uta, jetzt hüpfe ich mal mit in den Lostopf, dieses Buch würde meine beiden Großen begeistern! Für uns ist die Struktur am Tag wichtig. Was den Kindern auch sehr hilft und am nächsten Tag Diskussionen vorbeugt, ist den folgenden Tagesablauf mit den Kindern am Vorabend zu besprechen. Das erzeugt Vorfreude, lässt sie mitbestimmen und sie haben mehr das Gefühl, auch die Kontrolle zu haben. Bis jetzt kein Budenkoller in Sicht – Gott sei Dank! Bleibt alle schön gesund ❤️ Anke

  • Nach dem Aufstehen geht es erstmal nach draußen, wenn es das Wetter zulässt. Die Aktivitäten werden kurzfristig entschieden, draußen Fußball spielen, spazieren gehen, Sandkasten,…..drinnen….Gesellschaftsspiele, basteln, malen….einen genauen Plan haben wir nicht, eher eine grobe Übersicht über den Tag??‍♂️☺️

  • Liebe Uta,
    wir haben nicht viele Familien-Rituale. Derzeit gibt uns aber das abendliche Lesen viel. Neu eingeführt haben wir ein abendliches gemeinsames Aufräumen. Das macht Spaß, geht schnell, wenn alle anpacken, und wir Eltern sind nicht den ganzen Tag nur am Räumen. Grüße

  • Wir haben den Tag mit kleinen Illustrationen von hiyoko imai strukturiert. Es gibt einen groben Rahmen, der aber flexibel ist. Das gibt uns allen mehr Sicherheit und dennoch nicht zu starre Regeln. und wir genießen die Zeit zuhause einfach so gut es geht. Backen, lesen Bücher, machen Yoga 🙂

  • Liebe Uta,
    wir haben gerade einen Umzug hinter uns. Dadurch hatten wir viel Stress, wenig Zeit und vor allem wenig Struktur. Ohne Struktur haben wir Chaos… daher habe ich den Tag wieder strukturiert. Das heißt, Aufstehen, gemeinsam frühstücken, mit dem Hund Gassi gehen, Homeschooling für 1 Grundschul- und ein Vorschulkind, zwischen den Übungen Bewegungspausen, Freispielzeit, warmes Mittagessen, Mittagsruhe, mit dem Hund eine große Runde Gassi gehen, spielen/malen/basteln/tanzen und Hausarbeit erledigen, Abendbrot, gemeinsames Spiel vor dem Schlafengehen, einzeln Vorlesen…
    Für meinen Geschmack ist der Tag vollgepackt und geht immer so schnell vorbei und es ist immer einer, der irgendwas will, oder nicht will und dann hängt da noch die Anstrengung der vergangenen Woche in den Knochen. Also ohne Struktur wäre ich gnadenlos verloren und gleichzeitig übe ich mich in Nachsicht und in Klarheit (was ist mir wirklich wichtig, wo kann ich flexibel sein) mit mir und auch den Kindern.
    Die Idee, den morgigen Tag abends zu besprechen, finde ich gut. Werde ich übernehmen.
    Viele liebe Grüße,
    Marie

  • Hallo und herzlichen Dank für diesen schönen Beitrag und die tolle Verlosung! Das Buch ist ganz zauberhaft und passt so wunderbar in die Frühlings- und Osterzeit. Wir würden uns sehr freuen, wenn das Buch bei uns einzieht.
    Wir haben ein paar Familien-Rituale, die uns gerade Trost und Sicherheit spenden. Dazu gehören unser täglicher Spaziergang, die Gute-Nacht-Geschichte, das Schmücken der Wohnung mit der Osterdeko, Eierfärben und bemalen und Spieleabende.
    Liebe Grüße und alles Gute
    Katja
    Liebe Grüße
    Katja

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    Uta


    Ich arbeite als Eltern-Coach, Buchautorin und Journalistin, bin Ehefrau und Mama (ein Sohn, eine Tochter) und kann es nicht lassen, dem Familien-Glück auf die Spur zu kommen. Ich forsche in Büchern, spreche mit Experten und teste alle Erkenntnisse in der Praxis. Nur was mich überzeugt, weil es das Leben mit Kindern wirklich erfüllender macht, schafft es auf diese Seite.

    Deine, Uta

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