Ich habe gestern einen kleinen Dokumentarfilm über den japanischen Lehrer Toshiro Kanamori gesehen. Kanamori unterrichtet in einer Grundschule in Kanazawa, nordwestlich von Tokio. Tief bewegt saß ich vor dem Laptop und dachte: „Unglaublich, so kann Schule sein?!“ Kanamori lässt die Kinder sogenannte Notebook-Letter schreiben. Darin sollen sie jeden Tag ihre Gedanken in Worte fassen. Wer

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Es nicht zu genau nehmen mit der OrdnungIch setze das Thema „Jungs verstehen“ fort, weil ich im vergangenen Sommerurlaub zwei Bücher über Jungen gelesen habe, von denen ich bis heute profitiere. Im letzten Post waren es einige Erkenntnisse von Vera Birkenbihl. Diesmal kommt Frank Beuster zu Wort. Frank Beuster: Die Jungenkatastrophe. Das überforderte Geschlecht. Reinbeck bei

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Warum Stillsitzen ihnen besonders schwer fälltWenn ich unsere Regentonne sehe, muss ich immer daran denken, wie Kronprinz damit experimentiert hat, als er elf oder zwölf Jahre alt war. Am unteren Rand ist ein durchsichtiger Schlauch befestigt. Er ist nach oben gebogen und dort festgeklemmt. Am Schlauch kann man immer den aktuellen Wasserstand in der Tonne

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Immer wieder erschreckt es mich, wie oft Schüler in der 5. Klasse des Gymnasiums mit einer Fünf nach Hause kommen. In Mathe oder Sachkunde, wenn die Punktzahl nicht erreicht ist, okay. Beim Vokabeltest, für den überhaupt nicht gelernt wurde, na klar. Aber in Deutsch für eine selbst geschriebene Geschichte? Meine Beobachtung ist, dass es häufig

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Höflichkeit, Etikette, Show, echte Dankbarkeit – eine Gratwanderung für Eltern„Danke, dass ich da sein durfte.“ Eric (11) steht in der Haustür und verabschiedet sich nach einem Nachmittag mit Prinzessin (11). „Danke, dass ich da sein durfte.“ Das höre ich auch Prinzessin sagen, wenn ich sie von einer Verabredung abhole. Das hat sich seit einiger Zeit

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Heute hängt dieses Schild an unserem Kühlschrank.   „Medienfrei“ bedeutet: keine Computer-Spiele keine Playstation keine Videos gucken auf dem i-Pod oder i-Pad (hoffentlich erfindet keiner ein i-Pud) kein Nintendo-DS Den ganzen Tag, keine Ausnahme. Da bin ich knallhart. (Kronprinz, hallo, haben wir uns verstanden? Was machst Du überhaupt im Internet? Mein Blog ist heute auch

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Von der Macht des Vertrauens Es gibt eine Erkenntnis, die für mich in die „Top Ten“ der Glücklichmacher gehört. „Ihr Kind so zu behandeln, als wäre es bereits das, wozu es fähig ist, ist die effektivste Bestärkung eines gesunden Selbstbewusstseins.“ Der Satz ist aus dem Buch „Glück der positiven Erziehung. So werden Kinder frei, kreativ und

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Seid nicht zu ängstlich mit euren Kindern!Wir haben ein anderes Auto und ein anderes Navigationsgerät. Bei unserer Rückreise hatte ich beides im Wechsel mit meinem Mann zu bedienen. Es funktionierte leidlich. Der Zielort muss bei diesem Navi durch das Drehen eines Rades eingegeben werden. „Mautstraßen meiden“ findet sich auf einer ganz anderen Menü-Ebene. Zwischendurch möchte

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Sollte ich darauf Einfluss nehmen, wofür sie ihr Erspartes ausgeben?Vergangene Woche haben Prinzessin (11) und Kronprinz (14) ihr Erspartes zusammen getan und sich eine Playstation gekauft. Geburtstage, Weihnachten, Zeugnisgeld von Oma und Opa … da war Einiges zusammen gekommen. Als ich sie in den Elektronikfachmarkt fuhr, hatte ich einen Kloß im Magen. Tue ich das Richtige?

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Die Jobbörse auf dem KüchentischManche Erkenntnisse kommen aus den Niederungen des Alltags. Denen möchte ich keinen „Glücklichmacher“-Status geben. Deshalb gibt es von Zeit zu Zeit einen „Tipp für Zwischendurch“. Am Abend vor unserer Abreise habe ich auf kleine Kärtchen Jobs für die Kinder geschrieben. Zum Beispiel „Mülltonnen von der Straße holen“, „Spülmaschine ausräumen“, „Süßigkeitendosen für

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Wie wir innehielten im Reisevorbereitungs-StressAls mein Mann und ich gestern Abend in der Küche standen, kam Prinzessin (11) und schloss uns beide in die Arme. „Ich bin gerade im Schnuckel-Modus.“ So standen wir einen Moment. Ein Knubbel Familie neben dem Geschirrspüler. Der „Schnuckel-Modus“ hat mir zu Denken gegeben. Gerade bin ich ständig im „Erledigungs-Modus“. Wir

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Glück ist auch in der Sockenkiste zu finden. Ich habe drei Sockenkisten in meinem Schrank: eine für die Schwarzen, eine für die Blauen und eine für Lauf- und Wollsocken. Die Trennung von Schwarz und Blau habe ich vorgenommen, damit ich nicht in aller Frühe auf die Fensterbank klettern muss, um Sockenknubbel ins erste Morgenlicht zu

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