Wie es läuft ohne Hausaufgaben-KontrolleVor mehr als einem Jahr habe ich darüber berichtet, dass wir Prinzessin (jetzt 13) nicht mehr kontrollieren bei den Hausaufgaben und beim Medienkonsum (hier und hier). Die neue Freiheit ist Gewohnheit geworden, schöne Gewohnheit. Wenn Prinzessin Hilfe braucht, fragt sie uns gelegentlich. Und weil sie es dann ist, die die Initiative ergriffen hat,

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Auf einem Zettel in der Küche notiere ich seit einiger Zeit, welche Punkte ich am wichtigsten finde bei der ganzen Erzieherei. Hier sind sie: persönlich und professionell, eine Mischung aus Wissenschaft und eigenen Studien, nicht jedermanns Sache, aber mein Herzensanliegen: Bei einigen Punkten verlinke ich die dazugehörigen Posts. Los geht’s: Wenn ich ein Baby habe,

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Es ist passiert. Nach Jahren. Ganz unverhofft. Prinzessin (13) hat eine Scheibe Vollkornbrot gegessen. Einfach so. Ohne Druck, ohne Vortrag über Ballaststoffe. Nach mehr als einem Jahrzehnt mit Toast und knautschigem Kartoffelbrot. Wurden sonst aus Weißbrot noch die Sesamkörner heraus gepult, schluckte sie diesmal ganze Sonnenblumenkerne. Sie sagte nichts. Ich sagte nichts, konzentrierte mich nur

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Am Sonntag nach dem Essen fragte ich den Kronprinzen (16), ob er mir beim Abwasch helfen würde. Er sagte: „Nein.“ Ich sagte: „Okay.“ Während ich die Arbeit allein machte, war ich ganz im Reinen mit uns beiden. Denn mir fiel ein, dass ich Kronprinz am Vortag gefragt hatte, ob er die Spülmaschine ausräumen könnte. Und

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„Hast du das gelesen?“ Der Soßenkönig schob mir dieser Tage die Zeitung über den Tisch. „Schon drei von vier Grundschülern in der Ganztagsbetreuung“, lautete eine Überschrift. Was dort als Erfolg für Hamburg gefeiert wurde, deprimierte uns beide. Als Grundschüler schon den ganzen Tag in der Schule? Klar, das ist in manchen Fällen besser als allein

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Es wird ja immer befürchtet, dass Jungs durch Computer- und Videospiele verrohen. Auch mir wird Angst und Bange, wenn ich im Augenwinkel sehe, wie Kronprinz (16) schießend und brandschatzend durch die virtuelle Welt zieht. War es richtig, ihm den Wunsch nach diesem Spiel zu erfüllen? Sinkt die Gewalthemmung, stirbt das Mitgefühl? Ein kleines Ereignis in

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Wann sind Kinder sicher gebunden und wie schaffen die Italiener das so lockerIm Urlaub habe ich weiter in dem Wälzer über Bindungstheorie gelesen (Karin Grossmann/Klaus E. Grossmann: Bindungen – das Gefüge psychischer Sicherheit, Stuttgart 2012). Am Flughafen mussten wir das Buch aus meinem Koffer in einer anderen geben, weil wir sonst Übergepäck hätten zahlen müssen.

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Als ich freie Journalistin war, dachte ich, ich könnte vollständig glücklich sein, wenn ich eine Festanstellung hätte. Als ich einen festen Job hatte, dachte ich, ich könnte vollständig glücklich sein, wenn ich Kinder hätte. Als ich Kinder hatte, dachte ich, ich könnte vollständig glücklich sein, wenn ich mal wieder Zeit zum Schreiben hätte. Als die

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In diesen Tagen wurde ich sehr beschenkt durch Bücher und Begegnungen. Aus dem Buch „Enjoy your life. 10 kleine Schritte zum Glück“ von Martha Beck habe ich mitgenommen, jeden Tag mindestens eine kleine Mutprobe zu wagen. Bei mir sah das so aus, dass ich zum ersten Mal seit Jahren wieder freihändig Fahrrad gefahren bin, mir die

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Neulich schrieb eine Mama in einem Kommentar, dass sie nicht wisse, wie sie sich bei Geschwisterstreit verhalten solle. Ihre Kinder seien eineinhalb und drei Jahre alt. Es ging um Schubsen und schließlich drängte sie das größere Kind, sich bei dem Kleineren zu entschuldigen. Eine andere Mama antwortete, man müsse unbedingt eingreifen, sonst entstünde eine Gewaltspirale.

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Als die Fußball-Weltermeisterschaft begann, hat Kronprinz (16) mit ein paar Freunden ein Deutschland-Spiel bei uns im Wohnzimmer angesehen und zwischendurch auf der Terrasse gegrillt. „Wir gehen dann mal“, rief ich meinem Sohn zu, denn Soßenkönig und ich waren in der Nachbarschaft eingeladen. „Also, dann tschüss.“ Ich reckte mich ein wenig, um zu sehen, wer sich

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Heute morgen wachte ich auf und merkte sofort, dass das mit dem Logische-Konsequenzen-Post in die falsche Richtung läuft. Nicht, dass ihr da sitzt und grübelt: „Was ist jetzt die logische Folge von dieser Untat?“ – „Ist es Folge oder vielleicht doch Strafe?“ – „Gibt es einen Zusammenhang mit der Tat?“ – „Könnte ich einen konstruieren?“

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